Schlagwort-Archive: Gesichtserkennung

Digitale Agenda kw37 / 2017

 

Gesichtserkennung

Diese Software hat erschreckende Fähigkeiten. Das zuverlässige Erkennen von Personen ist davon nur die einfachste. Emotionen, Kaufabsichten, sogar sexuelle Orientierung oder zu böse Absichten – alles scheint per Software in einem Gesicht erkennbar zu sein (Spiegel).

Wie Gesichtserkennung eingesetzt werden soll, ist allerdings alles andere als geregelt. Die Politik schweigt (Netzpolitik.org), in der Wirtschaft wird die Technik mangels Regelungen immer mehr missbraucht.

Die Gesichtserkennung des neuen iPhone macht die Nutzung dieser Technik derweil alltäglich (Zeit). Apple behauptet, sie sei 20 mal sicherer als Fingerabdrücke und die Datenhaltung kein Problem. Die Zweifel daran müssen erst noch ausgeräumt werden (Süddeutsche, Welt, heise.de, Quartz).

 


DSGVO: Wie die Dateninfrastruktur aussehen muss

Die neue Datenschutz-Grundverordnung zieht für die meisten Unternehmen weitreichende Änderungen und teils sehr komplexe Anforderungen nach sich, sowohl was die Prozesse als auch die IT-Systeme betrifft.
Weiterlesen auf Line-of-Business


 

Digitale Welt

Deutschland ist ein digitales Entwicklungsland. In Sachen Glasfaser-Anbindung belegt Deutschland Platz 28 (von insgesamt 32). Die Telekom ist schuld, weil sie immer noch auf Kupfer setzt, sagt Vodafone (Süddeutsche).

Die Hotline von O2 ist praktisch nicht existent. Der Chef der Bundesnetzagentur spricht von einer „faktischen Unerreichbarkeit“, sieht sich aber trotzdem außer Stande einzugreifen (Handelsblatt).

Die unsichere Wahlsoftware, die die Ergebnisse der Wahlkreise zählt, soll unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden, fordern 31 Organisationen (Spiegel). BSI-Chef Schönbohm kann sich dennoch eine elektronische Wahl in Deutschland vorstellen.

USA verbieten Kaspersky-Software in Behörden. Das Ministerium für Heimatschutz befürchtet Verbindungen des Herstellers zu Geheimdiensten (Zeit). Das BSI lobt hingegen die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ (Spiegel).

Sorgen um die Macht der Internet-Konzerne machen sich immer mehr Organisationen. Google, Apple, Facebook & Co. geben inzwischen mehr Geld für Lobbyismus aus als Banken, Amazon ist dick im Geschäft mit der CIA (Zeit, Süddeutsche, Buzzfeed).

Eine Bluetooth-Lücke könnte für Milliarden Geräte gefährlich werden, sollte sie in die Hände von Kriminellen gelangen. Bislang kennt sie nur das Security-Unternehmen, das sie entdeckt hat (Süddeutsche).

 

Zu guter Letzt …

Sind 1319 Euro für ein iPhone zu viel? Das ist der Preis für das iPhone X mit 256GB Speicher. Wie dieser Preis zustande kommt, versucht der Spiegel zu ergründen. Unsere Einschätzung: Technik-Freaks und Apple-Fanboys haben kein Problem damit – und davon gibt es mehr als man glaubt.
Alle Neuheiten des Apple-Events vom Dienstag haben Zeit, Süddeutsche und Spiegel zusammengefasst.

Digitale Agenda kw34 / 2017

 

Gesichtserkennung

Von Protesten überschattet war der Besuch von Innenminister de Maizière am Berliner Bahnhof Südkreuz, der ihn über Details des Pilotprojekts zur Gesichtserkennung informieren sollte (Spiegel).

Datenschützer fordern den Abbruch des Projekts mit der Begründung, die Betreiber erheben bereits jetzt viel mehr Daten, als mit den Testpersonen vereinbart wurde (Zeit).

Gesichtserkennung ist nur ein erster Schritt, der nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojekts in Richtung flächendeckender Videoüberwachung und automatischer Erkennung von Verhaltensmustern bis hin zur gezielten Personenüberwachung gehen soll (Netzpolitik.org).

De Maizière hebt das Recht auf Anonymität auf, kommentiert Heribert Prantl in der Süddeutschen und fragt sich, ob sich künftig jeder rastern lassen muss, um zu beweisen, dass er nicht verdächtig ist.

 


DSGVO: Die Kernpunkte auf einen Blick

In genau 9 Monaten tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Welche Pflichten bringt sie für Unternehmen, welche Auflagen verschärfen sich? Die Juristen Tilman Dralle und Thomas Werner vom TÜV Rheinland erläutern auf Line of Business die wichtigsten Punkte und geben Empfehlungen.

Hier geht’s zum Artikel.


 

Digitale Welt

Die ethischen Richtlinien für autonome Fahrzeuge hat die Ethik-Kommission der Bundesregierung erarbeitet (PDF, Eckpunkte hier). das Gremium gibt erfreulicher Weise klare Leitlinien für Verantwortung, Haftung, Nicht-Diskriminierung und Datensouveränität (FAZ).

Wie Europol Internet-Inhalte löschen lässt, schildert ein Artikel auf Netzpolitik.org. Damit soll der Verbreitung von Propaganda und der Radikalisierung im Internet entgegengewirkt werden, doch Verfahren und Befugnisse der Behörde werfen Fragen auf.

Eine unheimliche Machtdemonstration haben Google, Facebook, Spotify und andere Internet-Firmen mit dem Rauswurf von Nazi-Plattformen und -Inhalten hingelegt. So ehrbar die Absicht ist, Bürgerrechtler sind über die Machtfülle alarmiert (Süddeutsche). Das Internet entwickelt sich zu einem Monopol weniger Firmen (The New Yorker).

Note 8 soll Samsungs guten Ruf wiederherstellen. Nach dem Fiasko mit den brennenden Akkus des Galaxy Note 7 bringen die Koreaner einen ebenso beeindruckenden wie teuren Nachfolger (Süddeutsche, Zeit, Spiegel).

Die neue Android-Version 8.0 (Oreo) könnte dazu beitragen, Smartphones deutlich sicherer und langlebiger zu machen. Eine neue Funktion soll es Herstellern erleichtern, Software-Updates für ihre Geräte anzubieten (Zeit, Süddeutsche).

 

Zu guter Letzt …

Eine kleine Tour durch das Darknet, genauer gesagt durch einen Darknet-Shop, gibt der IBM-Sicherheitsexperte Etay Mayor in einem Video auf TechRepublic. Darin kann man alles kaufen, was man als Krimineller brauchen könnte: von Botnetzen und Ransomware über Hehlerware, Fälschungen, Drogen und Waffen bis hin zu dubiosen „Dienstleistungen“ – alles mit Waren- und Verkäuferbewertungen wie auf Ebay.

Digitale Agenda kw31 / 2017

 

Elektromobilität

Der neue Tesla 3 ist eine Wucht – sagen zumindest Tester, die das neue Elektromobil aus Kalifornien schon gefahren haben (WiWo). Bis 340 km Reichweite, in 6 Sekunden von 0 auf 100, viel Platz, 35.000 Dollar.

Ein Verkaufsschlager zeichnet sich ab. 400.000 Vorbestellungen vor Produktionsstart, zur Zeit flattern täglich 1.800 Bestellungen bei Tesla ein (Golem).

Daimler hat leider nichts mehr davon. Die Stuttgarter sind schon Ende 2014 bei Tesla ausgestiegen (Süddeutsche).

Einen Digital-Gipfel statt dem Dieselgipfel schlägt Sascha Lobo im Spiegel der deutschen Autoindustrie vor und erklärt, warum es bei Elektromobilität um viel mehr geht als um Motoren.

 

Digitale Welt

Das Pilotprojekt zur Gesichtserkennung ist am Berliner Südbahnhof diese Woche angelaufen (Süddeutsche). Auch wenn Videoüberwachung immer populärer wird, eine rechtliche Grundlage für Gesichtserkennung gibt es heute nicht einmal für das Pilotprojekt (Netzpolitik.org).

VPN-Apps kommen unter Druck. Apple hat VPN-Apps letzte Woche in China aus dem App Store genommen, Russland und andere Länder könnten folgen (Zeit). Auch Mediatheken und Anbieter wie Netflix blockieren inzwischen Nutzer, die VPNs benutzen (Süddeutsche).

Den massiven Missbrauch eines Staatstrojaners haben zwei US-Journalisten aufgedeckt. Offenbar setzt die mexikanische Regierung mächtige Überwachungs-Software gegen Oppositionelle, Aktivisten und Journalisten ein (Süddeutsche).

Die Falschmeldungen über Künstliche Intelligenz häufen sich. Aus Sensationsgier oder reiner Unwissenheit verpassen Medien oft die tatsächliche Sensation hinter einer Meldung, wie das Beispiel von Facebooks KI, die auch lügen kann, zeigt (Zeit).

100 Sekunden, um einen Wahlcomputer zu hacken. Auf der Konferenz Def Con konnten sich Hacker an verschiedenen Wahlcomputern austoben, die in den USA eingesetzt wurden. Das Ergebnis war wie erwartet erschütternd (Zeit).

 

Zu guter Letzt …

Ein E-Mail-Troll veräppelt das Weiße Haus. Der britische Spaßvogel gab sich gegenüber dem inzwischen geschassten Kommunikationschef Anthony Scaramucci als Stabschef Reince Priebus aus, beklagte sich über sein rüdes Verhalten – und bekam prompt eine Antwort. Es war nicht das erste Mal, dass Trump-Mitarbeiter auf den Troll hereinfielen (Süddeutsche).