Schlagwort-Archive: IBM

Digitale Agenda kw34

 

Ausbeuter Amazon?

Amazons Lagerarbeiter haben nicht viel zu lachen – spätestens seit den wiederholten Streiks weiß man das auch hier. Aber dass es auch sonst bei Amazon richtig hart zur Sache geht, war neu. Wie hart, schilderte ein längerer Artikel in der New York Times am Wochenende.

Am Schreibtisch weinende Mitarbeiter, schlechte Beurteilungen nach längerer Krankheit oder Babypause und Erreichbarkeit rund um die Uhr gehörten bei Amazon zum Alltag, sagten den NYT-Reportern rund hundert ehemalige und aktuelle Mitarbeiter (Süddeutsche).

„Das ist nicht das Amazon, das ich kenne“schrieb ein entsetzter Amazon-Chef Jeff Bezos am Montag an seine Mitarbeiter und bat sie, derlei Missstände sofort der Personalabteilung oder ihm selbst zu melden. Die Frau eines ehemaligen Managers erklärte Bezos daraufhin in einem offenen Brief, warum ihr Mann nach sechs Jahren bei Amazon einen Psychiater brauchte.

„Amazon ist der Ort, wo Überflieger scheitern“, soll ein geflügeltes Wort bei Amazon gewesen sein. Doch es ist bei weitem nicht der einzige Ort. Die Kultur der Selbstausbeutung ist weder neu noch ausschließlich im Silicon Valley völlig normal. Der Wirtschaftspsychologe Felix Brodbeck erklärt in der Süddeutschen, warum Amazon trotz allem seinen Status als attraktiver Arbeitgeber behalten wird.

IT-MANAGEMENT

Das Rechenzentrum neu zu denken steht laut Gartner ganz oben auf der Agenda von IT-Managern in den nächsten Jahren. Anregungen, wie so etwas gehen könnte, liefert HPs Cheftechnologe Markus Herber auf Datacenter-Insider.de.

Welche Auswirkungen das Internet der Dinge in den nächsten zehn Jahren auf Industrie, Handel und die Verbraucher haben wird, hat McKinsey untersucht (CIO.de). Glaubt man der Studie, liegt nicht nur das erwartete Marktvolumen jenseits unserer Vorstellungskraft.


Kostenlose Tickets für die IT&Business-Messe in Stuttgart

Der Wandel bei der Bereitstellung von Business-Anwendungen ist einer der Schwerpunkte der Konferenz von IT&Business, 29.9. – 1.10.2015 in Stuttgart. Durch Live-Vergleiche – wie etwa im CRM- oder im ERP-Umfeld – werden Aufgabenstellungen gezeigt, wie sie im „echten Leben“ vorkommen.
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TECHNIK

Windows Server 2016 wird Container unterstützen. Damit lassen sich Anwendungen mitsamt ihrer Betriebssystemumgebung, die nicht unbedingt Windows sein muss, isoliert auf dem Server betreiben. Microsoft setzt dabei auf die Technik des Open-Source-Projekts Docker (silicon.de).

Ubuntu kommt auf den Mainframe. IBM hat die populäre Linux-Distribution fit für den Mainframe gemacht und wird sie parallel zu Red Hat und Suse mit seinem neuen Mainframe LinuxOne anbieten, einen für mobile Anwendungen optimierten Großrechner (Computerwoche).

IBM baut ein Rattenhirn nach. Das Computersystem auf Basis eines Prozessors, der Neuronen statt digitaler Verarbeitungszellen abbildet, emuliert die Funktionsweise eines Gehirns. Nun wurden 48.000 künstliche Nervenzellen zusammengeschaltet, was etwa den kognitiven Fähigkeiten eines Rattenhirns entspricht (Welt.de).

Zu guter Letzt …

Hacker als Moralwächter. Nachdem letzten Monat das Seitensprungportal AshleyMadison gehackt wurde, wurden jetzt auch alle Nutzerdaten veröffentlicht – alle 32 Millionen Profile inklusive Namen, Kreditkartendaten und Aktivität-Log (Zeit.de). Begründung der Hacker: Was die Betreiberfirma mache, sei einfach unanständig (Wired.com).

Digitale Agenda kw23

 

Schöne neue Arbeitswelt

Festanstellung war gestern, es lebe die Selbständigkeit! Wie sehr das Internet die Arbeitswelt in diese Richtung verschiebt, wurde bei der diesjährigen Präsentation der KPCB-Analystin Mary Meeker zum Stand der Dinge im Internet besonders deutlich (Zusammenfassung auf business-user.de).

Freiwillig oder nicht, die Generation Y (Geburtsdatum nach 1977) wird sich zunehmend auf eine Zukunft als Freelancer einrichten müssen – nicht nur in den USA, wo der Anteil der Selbständigen schon bei 34 Prozent liegt. Auch in Deutschland hat sich die Zahl der Freiberufler sich seit 1999 verdoppelt und 42 Prozent aller neuer Arbeitsverträge sind befristet (Welt.de).

Die On-Demand Economy rationalisiert immer mehr feste Arbeitsplätze weg, den Rest besorgt die zunehmende Automatisierung der Prozesse und Abläufe. Vor allem Bürojobs sind stärker als andere bedroht (Süddeutsche), in der IT bringt die „Robotic Process Automation“ immer mehr Jobs in Gefahr (Computerwoche).

Das Internet bietet immerhin Möglichkeiten, sich als Selbständiger über Wasser zu halten. Zu den erfolgreichsten Startups in den USA gehören Vermittlungsbörsen für Freelancer wie Work Market, oder Etsy, ein Marktplatz für selbstgemachte Produkte jeder Art. In Deutschland boomt schon seit Jahren Gulp.de, das IT-Projekte an Selbständige vermittelt. Und laut KPCB kann die Generation Y mit den neuen Möglichkeiten besonders gut umgehen.

 

IT-MANAGEMENT

Die Preise und Upgrades für Windows 10 hat Microsoft diese Woche bekannt gegeben, zumindest die in USA geltenden Dollarpreise (Details auf Golem.de). Auch die Systemvoraussetzungen wurden veröffentlicht. Erfreulich: Bei einem kostenlosen Upgrade ist auch eine komplette Neuinstallation möglich.

Ein Comeback der Malware bestätigt der neue Report des Secutrity-Spezialisten Checkpoint (Zusammenfassung auf Computerwoche.de). Im Vergleich zu 2013 soll das Aufkommen um Faktor 48 gestiegen sein, darunter auch die besonders gefährlichen Zero-Day-Exploits.

 


Buchtipp:

„IT-Strategie – Optimale Ausrichtung der IT an das Business in 7 Schritten“ heißt das Buch von Volker Johanning und erklärt das, was der Titel verspricht, anhand von Arbeitsblättern für die praktische Umsetzung (Amazon.de).


 

TECHNIK

Deutsche IT-Technik ist in den USA gefragt. Apple hat Metaio gekauft, den Münchner Spezialisten für Augmented Reality (silicon.de), Microsoft die Berliner 6wunderkinder, Herausgeber der populären ToDo-App Wunderlist (t3n.de). Eine Geschichte der Übernahmen deutscher Startups durch US-Firmen gibt’s im Handelsblatt.

Enterprise Filesharing auf Open Source Basis. Die unkontrollierte Nutzung von Dropbox & Co. wirft häufig Compliance-Fragen auf, businesstaugliche Plattformen sind teuer. Red Hat, OwnCloud und HP haben eine Blaupause für Enterprise Filesharing auf Open Source-Basis entworfen (speicherguide.de).

Das neue MacBook definiert eine neue Notebook-Klasse – extrem leicht und dünn, Retina-Display, neuartige Tastatur und Trackpad. Doch was taugt es im Tagesgeschäft? Die Kollegen von CIO.de haben das schicke Teil getestet.

 

Zu guter Letzt …

IBM wird Apples größter Firmenkunde. Die legendäre Feindschaft zwischen den beiden Firmen liegt 30 Jahre zurück, seit einem Jahr bauen sie gemeinsam mobile Business-Apps. 15.000 Macs sind bei IBM bereits im Einsatz. Bis Ende des Jahres sollen noch 50.000 hinzu kommen (heise.de).

Die Gesichtserkennung ist das eigentliche Highlight von Google Photos, das diese Woche auf Googles Entwicklerkonferenz vorgestellt wurde (Praxistest auf Cnet.de). Die Funktion ist für Deutschland noch nicht freigeschaltet. Aber was wäre die IT ohne Workarounds

Digitale Agenda kw15

 

Kennt jemand noch Edward Snowden?

Offensichtlich nicht, zumindest nicht in den USA. Der Comedian John Oliver fragte Passanten auf dem Times Square in New York, ob sie jemanden mit diesem Namen kennen. Resultat: Die meisten von ihnen kannten den Namen nicht, alle anderen brachten ihn eher mit Wikileaks in Verbindung.

John Oliver gelang trotzdem das Kunststück, Datenschutz dem einfachen Amerikaner näher zu bringen. Er fragte dieselben Passanten, ob sie es gut fänden, wenn die NSA auf ihre Nacktfotos zugreifen könnte. Antwort: Natürlich nicht, ein solches Programm müsste sofort gestoppt werden! Dass die NSA das tatsächlich kann (und gelegentlich tut), ließ sich Oliver von Edward Snowden persönlich bestätigen, indem er ihn in Moskau interviewte (Artikel auf Zeit.de, die ganze Sendung auf YouTube).

Anlass der Aktion war die Verlängerung der Antiterror-Gesetze in den USA, des berüchtigten Patriot Act, das die NSA mit einem Blankoscheck für Überwachung ausstattete und derzeit Firmen wie Microsoft oder Amazon das Cloud-Geschäft in Europa verhagelt. Da kann sich Amazon noch so viele Segen von EU-Datenschutzbehörden abholen (silicon.de), die Zweifel bleiben.

 

Live Streaming kann heute jeder – mit dem Handy 

Der Tweet bekommt ein Live-Video-Brüderchen. Mit der App Periscope aus dem Hause Twitter kann man von seinem Smartphone aus live Video streamen – wofür das auch immer gut sein soll. Zwei Monate zuvor hatte die App Meerkat, die etwa dasselbe macht, in der App-Welt für Aufsehen gesorgt.

Warum soll das wichtig sein? Man kann die Apps als sinnlosen Hype abtun (Welt.de) und über ihre derzeitigen Unzulänglichkeiten schimpfen (Guardian), oder aber sich einige Gedanken über die neuen Möglichkeiten machen, die sie eröffnen. Zum Beispiel im Journalismus, wenn jedermann live aus einer Demo berichten kann (Netzpiloten), oder für den Wahlkampf, wie es Obamas ehemaliger Wahlkampfmanager tut (Medium). Auch hat Twitter schließlich seinerzeit erstmal nicht viel Sinn gemacht.

 

IT-MANAGEMENT

Wozu braucht man einen Scrum Master? Agile Verfahren und Arbeitsmethoden sind im Kommen, werden aber oft nicht wirklich verstanden. Firmen, die sich ohne richtiges Training auf agile Methoden einlassen, stellen gerne die Position des Scrum Masters in Frage, weil er vermeintlich keine produktive Rolle hat. Björn Radon erklärt auf Computerwoche, warum dem nicht so ist.

Kontrollfreaks sind als Führungskräfte out. Bei Personalentwicklung, Förderung von künftigen Führungskräften und bei der Frauenförderung klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander – so lautet das Fazit des Hays-HR-Reports 2014/2015 mit Schwerpunkt auf Führung. Häufigste Fehler: Chefs haben keine Zeit, um sich mit ihren Mitarbeitern zu beschäftigen, oder sie räumen ihnen zu wenig Raum für ihre Weiterentwicklung ein. Artikel auf CIO.de.

 

TECHNIK

Ein Special über Workspace-as-a-Service gibt es auf silicon.de zu entdecken. In einer Artikelserie wird ein Überblick über Desktop- und Workspace-as-a-Service geliefert, inklusive Marktübersichten und Vergleichen von Leistungsmekrmalen aller derzeit in Deutschland verfügbaren DaaS- und WaaS-Angebote.

Aluminium könnte das Lithium in Akkus ersetzen. Einen Durchbruch in der Batterieforschung meldet die Uni Stanford. Ihr Prototyp eines Aluminium-Ionen-Akkus lässt sich innerhalb einer Minute laden, hält mehr als 7.000 Ladezyklen aus und ist viel sicherer als Lithium-Akkus. Noch dazu ist Aluminium im Gegensatz zu Lithium auf der Erde reichlich vorhanden und billig (Bericht auf Golem.de).

Cisco baut seine Security Services aus, auch für KMUs. Mit der Vorstellung des AMP Threat Grids baut Cisco seine Advanced Malware Protection (AMP) aus. Das neue Modul erweitert die Möglichkeiten der Erkennung und Auswertung von möglichen Schwachstellen und verkürzt die Reaktionszeit nach einem Angriff. Mit FirePower wurde zudem ein Dienst speziell für den Schutz von KMUs an den Start gebracht (silicon.de).

 

Zu guter Letzt …

IBMs Supercomputer Watson schreibt ein Kochbuch. „Cognitive Cooking with Chef Watson“ ist ab nächsten Dienstag im Buchhandel erhältlich. Watson „weiß“, welche Zutaten grundsätzlich gut miteinander harmonieren und auf welche Weise man sie kombinieren kann. Mit Hilfe von professionellen Köchen durfte er kreativ werden. „Türkische Bruschetta“ oder „Indische Paella“ klingen ebenfalls … kreativ. Guten Appetit!

Digitale Agenda kw09

 

Wer nicht in Software investiert, hat das Nachsehen

„Software frisst die Welt auf“ schrieb schon 2011 Netscape-Gründer und Facebook-Großaktionär Marc Andreessen und mahnte Firmen, in Software-Entwicklung zu investieren, um nicht den Anschluss zu verpassen. Seine Prognose: Jedes Unternehmen wird langsam zu einem Software-Unternehmen; jedes erfolgreiche Unternehmen hat Software-affine Leute an der Spitze.

Er sollte Recht behalten. Laut einer neuen Studie der Unternehmensberatung McKinsey, für die rund 1.300 Firmen weltweit begutachtet wurden, sind Unternehmen mit ausgeprägtem Software-Knowhow gegenüber der Konkurrenz ganz klar im Vorteil. Da Produkte sich immer häufiger nur durch ihre Software unterscheiden, entscheidet auch sie letztendlich über den Erfolg im Markt. Wie wichtig das bei Smartphones ist, belegt gerade eine Studie des Bitkom.

Und wie schlägt man sich hierzulande? Laut einen neuen Untersuchung der EU-Kommissioneher mittelprächtig (NZZ). Deutschland liegt im europäischen Vergleich in Sachen Digitalisierung auf Platz 10 und Europa ist längst nicht so weit wie die USA oder viele asiatische Länder. Sascha Lobo fordert unterdessen im Spiegel die deutsche Autoindustrie auf, sich rechtzeitig auf das vernetzte Auto einzustellen und erklärt, was das genau bedeutet.

 

Mitarbeiter bleiben der Schwachpunkt bei IT-Sicherheit

Fast jedes dritte Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren gehackt worden, ergab die jährliche repräsentative Umfrage des Bitkom. Industriespionage war dabei das häufigste Motiv. Beliebtestes Einfallstor sind nach wie vor die eigenen Mitarbeiter, die entweder getäuscht werden oder aus eigenen Motiven handeln.

Die Dunkelziffer dürfte noch etwas höher liegen. Einer Studie des US-Dienstleisters FireEye zufolge sind letztes Jahr nur 31 Prozent der Unternehmen einem Einbruch selbst auf die Schliche gekommen, der Rest erfuhr es durch einen Hinweis von außen. Auch das lag hauptsächlich daran, dass am Datenklau eigene Mitarbeiter beteiligt waren.

 

IT-MANAGEMENT

Android wird endlich businesstauglich. In Android Version 5 hat Google ein eigenes Arbeitsprofil namens Android for Work integriert, das von der Firmen-IT verwaltet werden kann. Damit lässt sich auf privaten Android-Geräten eine sichere Umgebung einrichten, innerhalb der sich auch Business-Apps und vertrauliche Daten unterbringen lassen. Für Nutzer mit älteren Versionen (ab 4.0) liefert Google eine Android for Work-App, in der die geschlossene Umgebung inklusive Apps eingerichtet werden kann. Details auf Deutsch auf silicon.de.

Vier Management-Tools für die Private Cloud jenseits der Lösungen der großen Anbieter VMware, Microsoft, Citrix und Red Hat vergleicht Brien Posey auf SearchDatacenter.de (auf Deutsch). Kriterien sind dabei die Diagnosefunktionen, Multi-Plattform-Unterstützung, Monitoring der Ressourcen und Performance Tracking.

 

TECHNIK

Die Cloud-Zukunft ist hybrid, die Firmen-IT wird nicht komplett hinter einer Steckdose an der Wand verschwinden. Davon geht zumindest IBM aus und hat auf ihrer Hausmesse diese Woche Einblicke in die eigene Produkt-Roadmap gegeben, die viel neues bieten wird, sowohl was eigene Cloud-Dienste, als auch was Cloud-Infrastruktur betrifft. Lesenswerter Bericht auf Computerwoche.

Eine komplette Plattform für die Entwicklung von Apps bietet jetzt die Salesforce-Tochter Heroku mit der Einführung von Heroku Enterprise. Der Cloud-Dienst beinhaltet Entwicklungs-Tools, Daten- und Betriebsplattform sowie Tools für die Organisation, Kommunikation und Zusammenarbeit von Entwicklerteams.

Facebooks kostenloses Tool für den Entwurf von Benutzerschnittstellen liegt jetzt in Version 2.0 vor. Mit Origami entworfene User Interfaces lassen sich live auf einem iPhone oder iPad testen. Die neue Version bietet zudem einen Code-Export für Web, iOS und Android. Mehr Details hier, kurze Meldung auf Heise.de hier.