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Digitale Agenda kw27

Die schnellen Cybertruppen

So etwas wie der Bundestags-Hack darf nicht wieder passieren. Letztes Jahr hatten Unbekannte eine Spähsoftware im Netzwerk des Bundestags installiert und so ziemlich alles abgegriffen, was dort gespeichert war.

Jetzt gibt es einen Plan des Innenministers, wie in Zukunft mit solchen Vorfällen umzugehen ist. Nach der “Cybersicherheitsstrategie für Deutschland 2016” soll es bald eine neue Infrastruktur für Cyberabwehr inklusive drei schneller Emergency Response Teams nebeneinander geben, die auch das BSI und die Geheimdienste mit einbeziehen (Zeit.de).

Ungereimtheiten, Unschärfen und Widersprüche haben die Journalisten wie auch Politiker der Opposition in de Maizières Papier reichlich gefunden, denn es beinhaltet viele weitere Elemente, die sehr vage definiert sind. “Verfassungsrechtlich höchst fragwürdig”, sagt der Grüne Konstantin von Notz (ZeitNetzpolitik.org).

Einen Markt für Cybersicherheit in Europa will derweil die EU-Kommission bis 2020 entstehen lassen und mit 450 Millionen Euro fördern. Darin sollen neue Abwehrmittel und Zertifizierungen für Consumer- und Infrastrukturprodukte entwickelt werden (silicon.de).

TECHNIK UND IT-MANAGEMENT

Was das neue iOS 10 im Firmeneinsatz drauf hat, schildert eine Artikelserie von Mark Zimmermann auf Computerwoche.de. Abgedeckt werden alle relevanten Bereiche, von Datensicherheit über neue Verwaltungsfunktionen bis hin zum Lizenz-Management und eigenen Apps.

Selbständiger, Freelancer, Crowdworker — das Internet verändert Arbeitsverhältnisse zunehmend zum Nachteil derer, die die Arbeit leisten. Die Zeit beleuchtet das Phänomen Crowdworking, erklärt seine Auswirkungen auf die Selbständigen und spricht mit der Expertin Ayad Al-Ani.

Am 12. Juli tritt das Privacy Shield offiziell in Kraft, das Nachfolgeabkommen von Safe Harbor, das den Datenaustausch mit den USA regeln soll. Viel verändert hat sich nicht (Zeit.deNetzpolitik.org), und das macht eine neue Klage wahrscheinlich. Was Firmen auf jeden Fall beachten sollten, erklärt Roger Illing von OpenText auf silicon.de.

Den Nachfolger der microSD-Karten hat Samsung vorgestellt. UFS-2.0-Speicherkarten sind genauso groß, speichern derzeit bis zu 256 GB, sind aber um ein Vielfaches schneller (t3n.de)

Microsoft vereint ERP und CRM in der Cloud und nennt das Ganze Dynamics 365. Mit von der Partie sind Power BI und Cortana, zusätzliche Anwendungen anderer Hersteller sind über einen Marktplatz namens AppSource erhältlich (silicon.de).

Volkswagen will das Auto mit dem Haus vernetzen und hat dafür LG als Partner ausgesucht. Ihre Connected-Car-Plattform soll nahtlos mit der intelligenten Haussteuerung verwoben sein (Golem.de).

HummingBad hat Millionen Android-Geräte verseucht. Die Infektion kommt über getarnte Apps, der Trojaner kann Smartphones rooten und sich Zugriff auf das komplette System, Funktionen, Daten und Passwörter verschaffen (Süddeutsche).

Zu guter Letzt …

Blackberry baut keine Hardware-Tastaturen mehr. Der Hersteller hat angekündigt, seine “Classic”-Linie demnächst einzustellen und in Zukunft stärker auf Android-Smartphones zu setzen — sollte es langfristig überhaupt noch Handys bauen. Die Umsätze mit Software hingegen wachsen weiter (FAZ).