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Digitale Agenda kw24 / 2017

 

Digitalisierung 

„Die Welt wartet nicht auf Deutschland“, mahnte die Kanzlerin auf dem diesjährigen Digital-Gipfel. Das Land habe noch einiges aufzuholen. Und Wirtschaftsministerin Zypries musste zugeben: „Gegen Länder wie Estland sind wir noch Waisenknaben“ (Süddeutsche).

Deutschlands Industrie ist zu erfolgreich, um sich über die Digitalisierung Sorgen zu machen, sagt einen neue Studie. Jedes dritte Unternehmen hält sie für den eigenen Betrieb für nicht notwendig (FAZ).

Deutschland braucht einen Digitalminister, fordert nicht nur die Süddeutsche, sondern zunehmend auch die Industrie. Das Thema ist momentan auf drei Ministerien verteilt, von denen keines wirklich den Überblick hat.

        

Digitale Welt

Das Abhören von WhatsApp-Nachrichten soll noch vor der Bundestagswahl gesetzlich geregelt werden, haben die Innenminister der Länder diese Woche beschlossen (Süddeutsche). Verschlüsselung soll durch Spionage-Software umgangen werden, auch wenn Staatstrojaner technisch und verfassungsrechtlich problematisch sind (Zeit).

Keine Roaming-Gebühren mehr in der EU. Seit gestern kostet Telefonieren und Surfen im EU-Ausland nicht mehr als zuhause. Einige Mobilfunkanbieter versuchen trotzdem, mit „nationalen Tarifen“ die Abschaffung zu umgehen (Süddeutsche).

Microsoft ändert seine Update-Politik und will gegen Gefahren wie WannaCry jetzt doch Updates für alte Betriebssysteme wie Windows XP und Vista liefern (Zeit).

Apple baut autonome Autos. In einem Interview mit Bloomberg bestätigte Apple-Chef Tim Cook die Gerüchte und sagte, dass Apple sogar mit Hochdruck an der „Mutter aller KI-Projekte“ arbeitet (FAZ).

Wie Hacker die Lichter von Kiew ausknipsten, haben die Security-Firmen Dragos und Eset herausgefunden. Es war ein ausgeklügelter Angriff aufs Stromnetz mit einer speziellen Schadsoftware für Industrieanlagen (Süddeutsche).

Mit immer neuen Tracking-Techniken analysieren Firmen die Vorlieben ihrer Kunden, um ihnen individuelle Produkte und Preise anzubieten. Besonders angesagt sind Ultraschall, Bluetooth und Sensoren (Zeit).

Welche Lobbyisten schreiben Gesetze mit? Mit der Initiative „Gläserne Gesetze“ wollen die Organisationen Frag den Staat und Abgeordnetenwatch den Einfluss von Lobbyisten auf die Gesetzgebung transparent machen (Netzpolitik.org).

   

Zu guter Letzt …

Ein virtueller Schnuller für Smartphone-Süchtige ist die iPhone-App Binky. Sie simuliert ein soziales Netzwerk mit einem endlosen Stream von Bildern, die man liken, kommentieren und sogar teilen kann. Nur bekommt die geteilten Bilder und die Kommentare absolut niemand zu sehen, weil sich das Ganze ausschließlich im eigenen Gerät abspielt (Zeit). Endlich ein „soziales Netzwerk“, das niemals Probleme mit dem Datenschutz haben wird!