Schlagwort-Archive: Autonome Fahrzeuge

Digitale Agenda kw09 / 2019

Mobilität der Zukunft

Daimler und BMW bündeln ihre Kräfte, um gemeinsam autonome Fahrzeuge zu entwickeln. Die Konkurrenz aus dem Silicon Valley in Form der Google-Tochter Waymo strafft Zeitpläne und treibt Entwicklungskosten so in die Höhe, dass ihnen nichts anderes übrig bleibt. 

Renault-Nissan wagt unterdessen eine Kooperation mit Waymo, wie zuvor schon Fiat Chrysler und Jaguar Land Rover. 

Auch Sixt sucht sein Heil in Kooperationen. Nachdem die Zusammenarbeit mit BMW bei DriveNow gekündigt wurde, holt der Autovermieter nun Lyft als Carsharing-Partner an Bord. Lyft ist die Nr.2 in den USA hinter Uber und kooperiert mit dem chinesischen Marktführer Didi Chuxing. 

 

Digitales Leben

Faltbare Smartphones entwickeln sich zum Trend. Auch Huawei stellte auf dem Mobile World Congress ein Gerät vor, dessen komplette Außenseite ein Display ist. Außerdem kündigte Google an, die Besonderheiten der neuen Klapp-Handys bei der Weiterentwicklung des Android-Betriebssystems zu berücksichtigen. 

Die Diskussion um Huawei und 5G war auch auf dem MWC nicht zu überhören. Netzbetreiber wie Vodafone-Chef Nick Read stellten sich hinter Huawei, die Schweiz startet ihr erstes 5G-Netz bereits Ende März mithilfe von Huawei-Technik und Huawei selbst glaubt den wirklichen Grund zu wissen, warum die USA die Stimmung gegen sie anheizen.

Auch der oberste Datenschützer warnt vor Upload-Filtern. Sie könnten als Basis für Zensur dienen und sind datenschutzrechtlich bedenklich, glaubt Ulrich Kelber. Unterdessen geht die Lobby-Schlacht im EU-Parlament weiter, zum Teil mit unlauteren Mitteln. Aber vielleicht haben die Befürworter nur etwas falsch verstanden.

Apps geben sensible Nutzerdaten an Facebook weiter. Das Wall Street Journal fand heraus, dass einige Apps Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz, Gewicht oder Menstruation ohne Wissen des Nutzers weiterreichen. Betroffen sind auch Nutzer, die keinen Facebook-Account haben.

Das EU-Gesetz gegen Terrorpropaganda ist bedenklich, sagt die zuständige UN-Sonderberichterstatterin. Die Definition von „terroristischen Inhalten“sei so breit gefasst, dass sie eine Einladung zur Zensur für Länder wie Polen oder Ungarn darstelle. 

 

Zu guter Letzt…

Microsoft-Mitarbeiter wollen keine Kriegsgeräte bauen. In einem offenen Brief forderten 94 Mitarbeiter ihren Chef auf, einen Hardware-Vertrag mit dem US-Militär aufzukündigen und die Entwicklung von Waffentechnik einzustellen. Stein des Anstoßes war die Mixed-Reality-Brille Hololens 2, die in einer Spezialausführung beim Militär zum Einsatz kommen soll.

Digitale Agenda kw35 / 2017

 

Digitale Wahlhelfer

Für Pragmatiker, Unentschlossene und all jene, die nicht eine bestimmte Partei aus Prinzip oder Gewohnheit wählen, hat sich der Wahl-O-Mat als Orientierungshilfe bewährt. Seit Mittwoch ist er wieder live.

Wie die Parteien zu digitalen Themen stehen, kann man auf Digital-O-Mat prüfen. Der ITK-Verband Bitkom hat die Positionen der Parteien auf digitalwahl.de zusammengetragen. Der Vergleich von Netzpolitik.org und die Analyse von Golem.de lesen sich aber spannender.

Auf Facebook und Twitter versagen vor allem Union und SPD (Politik Digital, Spiegel). Die AfD schlägt sich viel  besser (Netzpolitik.org) und holt sich jetzt als Verstärkung die Agentur von Donald Trump (Welt).

Die russische Gefahr erweist sich derweil als Luftnummer. Handfeste Beweise für eine Einmischung in die Wahl gab es ohnehin nie (Süddeutsche).

 


DSGVO: Sechs Datenschutz-Anforderungen für Cloud-Daten

Durch die Nutzung von Datenmanagement-Lösungen lässt sich eine Rechtssicherheit nach der neuen Datenschutz-Grundverordnung leichter erreichen. Welche Rolle dem Cloud Data Management dabei zufällt, erklärt Roland Stritt von Rubrik auf Line-of-Business.


 

Digitale Welt

Das Darknet ist vor der Polizei nicht sicher. Binnen vier Monaten ist es Ermittlern gelungen, die mutmaßlichen Betreiber von vier großen Marktplätzen zu identifizieren (Süddeutsche).

Die staatliche Forschungsstelle für Überwachungstechnik kommt nicht aus den Startlöchern. Am Mittwoch sollte „Zitis“ den Betrieb aufnehmen, doch es sind erst 17 der 120 Stellen besetzt. Eine gute Nachricht, findet die Zeit.

Ein Abwehrsystem gegen Drohnen hat das deutsche Startup Dedrone entwickelt. Seine Software kann anfliegende Drohnen erkennen und eine Reihe von Abwehrmaßnahmen lostreten (Süddeutsche).

Elon Musk vergrault seine Ingenieure mit seiner Auffassung vom Autopiloten. Der Chef von Tesla traut seinem System offenbar mehr als die Ingenieure, die es entwickeln. Letztere suchen lieber das Weite (Golem.de).

Googles öffentliches WLAN ist eine Datensenke. New York will mit Hilfe von Google allen einen kostenlosen Zugang zum Internet bieten. Google saugt im Gegenzug die Daten der Nutzer ab (Süddeutsche).

 

Zu guter Letzt …

Herzschrittmacher von Abbott können gehackt werden. Der Hersteller hat eine Rückrufaktion für 465.000 Geräte gestartet, insgesamt könnten 745.000 Geräte betroffen sein. Hacker können die Schwachstelle per Funkverbindung ausnutzen, um „unerlaubten Zugriff“ zu bekommen – um das Gerät lahmzulegen oder die Batterie zu leeren (Süddeutsche).

Digitale Agenda kw34 / 2017

 

Gesichtserkennung

Von Protesten überschattet war der Besuch von Innenminister de Maizière am Berliner Bahnhof Südkreuz, der ihn über Details des Pilotprojekts zur Gesichtserkennung informieren sollte (Spiegel).

Datenschützer fordern den Abbruch des Projekts mit der Begründung, die Betreiber erheben bereits jetzt viel mehr Daten, als mit den Testpersonen vereinbart wurde (Zeit).

Gesichtserkennung ist nur ein erster Schritt, der nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojekts in Richtung flächendeckender Videoüberwachung und automatischer Erkennung von Verhaltensmustern bis hin zur gezielten Personenüberwachung gehen soll (Netzpolitik.org).

De Maizière hebt das Recht auf Anonymität auf, kommentiert Heribert Prantl in der Süddeutschen und fragt sich, ob sich künftig jeder rastern lassen muss, um zu beweisen, dass er nicht verdächtig ist.

 


DSGVO: Die Kernpunkte auf einen Blick

In genau 9 Monaten tritt die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Welche Pflichten bringt sie für Unternehmen, welche Auflagen verschärfen sich? Die Juristen Tilman Dralle und Thomas Werner vom TÜV Rheinland erläutern auf Line of Business die wichtigsten Punkte und geben Empfehlungen.

Hier geht’s zum Artikel.


 

Digitale Welt

Die ethischen Richtlinien für autonome Fahrzeuge hat die Ethik-Kommission der Bundesregierung erarbeitet (PDF, Eckpunkte hier). das Gremium gibt erfreulicher Weise klare Leitlinien für Verantwortung, Haftung, Nicht-Diskriminierung und Datensouveränität (FAZ).

Wie Europol Internet-Inhalte löschen lässt, schildert ein Artikel auf Netzpolitik.org. Damit soll der Verbreitung von Propaganda und der Radikalisierung im Internet entgegengewirkt werden, doch Verfahren und Befugnisse der Behörde werfen Fragen auf.

Eine unheimliche Machtdemonstration haben Google, Facebook, Spotify und andere Internet-Firmen mit dem Rauswurf von Nazi-Plattformen und -Inhalten hingelegt. So ehrbar die Absicht ist, Bürgerrechtler sind über die Machtfülle alarmiert (Süddeutsche). Das Internet entwickelt sich zu einem Monopol weniger Firmen (The New Yorker).

Note 8 soll Samsungs guten Ruf wiederherstellen. Nach dem Fiasko mit den brennenden Akkus des Galaxy Note 7 bringen die Koreaner einen ebenso beeindruckenden wie teuren Nachfolger (Süddeutsche, Zeit, Spiegel).

Die neue Android-Version 8.0 (Oreo) könnte dazu beitragen, Smartphones deutlich sicherer und langlebiger zu machen. Eine neue Funktion soll es Herstellern erleichtern, Software-Updates für ihre Geräte anzubieten (Zeit, Süddeutsche).

 

Zu guter Letzt …

Eine kleine Tour durch das Darknet, genauer gesagt durch einen Darknet-Shop, gibt der IBM-Sicherheitsexperte Etay Mayor in einem Video auf TechRepublic. Darin kann man alles kaufen, was man als Krimineller brauchen könnte: von Botnetzen und Ransomware über Hehlerware, Fälschungen, Drogen und Waffen bis hin zu dubiosen „Dienstleistungen“ – alles mit Waren- und Verkäuferbewertungen wie auf Ebay.