Schlagwort-Archive: Business Intelligence

Digitale Agenda kw26

 

Self-Service Business Intelligence

Den Einstieg in Datenanalyse nach Guerilla-Manier vollziehen derzeit in vielen Unternehmen Werkzeuge wie Qlik oder Tableau. Lange als Spielerei belächelt, gewinnen die Self-Service-Tools immer häufiger auch große Firmen wie Vodafone oder den Autohersteller Ashok Leyland für sich (Business User).

Self-Service-Tools steigern allgemein die Akzeptanz für BI, findet inzwischen nicht nur Jedox-Vorstand Bernd Eisenblätter (Computerwoche), selbst BI-Anbieter, sondern auch Marktforscher wie BARC. Ein Grund dafür sei auch, dass sie sich „nicht nach den langsamen bürokratischen Abläufen der IT richten müssen“.

Die IT sollte besser nicht außen vor bleiben, warnt der Geschäftsführer von Samac Software Markus Weber (IT-Director). Wenn die IT nicht vorher für eine ordentliche Datenbasis sorgt, griffen die Business-Anwender auf sehr divergierende Datenquellen zu und dann sei mit inkonsistenten Ergebnissen in den Fachabteilungen zu rechnen. „Ohne zentrale Definition ist das Report-Chaos vorprogrammiert!“

Die Investitionen in BI-Projekte werden weiter steigen, prognostizieren unisono alle großen Marktforscher. Am besten die IT nimmt die Angelegenheit selbst in die Hand. Eine Orientierung über Markt und Anbieter gibt es bei Gartner und BARC, dazu gibt es Einsichten über den Einsatz von Datenanalyse in Deutschland in einer Studie von KPMG und dem Bitkom.

 

IT-MANAGEMENT

Wie werden Microsoft-Server-Produkte korrekt lizenziert? Der IT-Berater Thomas Joos erklärt in der Computerwoche die Lizenzmodelle für Windows, SQL, Exchange und sonstiger Microsoft-Server-Software.

Oracle wird langsam eine Macht in der Cloud. Software-, Platform- oder Infrastructure-as-a-Service – Oracles Cloud-Portfolio ist jetzt komplett, nachdem diese Woche 24 neue Cloud-Produkte vorgestellt wurden (silicon.de). Damit sollen Firmen ihre Anwendungen ohne jede Änderung zwischen dem eigenen Rechenzentrum und der Cloud hin und her schieben können.

Die Deutsche Börse Cloud Exchange (DBCE) hat letzten Monat mit einiger Verspätung ihren Betrieb aufgenommen. Dort können Unternehmen Cloud-Ressourcen (CPUs, Arbeitsspeicher, Storage) bei eher kleineren Rechenzentren in Deutschland und dem europäischen Ausland mieten. CIO.de hat ein umfangreiches FAQ dazu.

 

TECHNIK

Big Data einfacher handhabbar zu machen verspricht die Intelligence Platform des US-Startups AtScale. Sie ist der erste OLAP-Server für Hadoop und macht es möglich, mit gängigen BI-Tools wie Tableau oder von Microsoft Office aus in Daten reinzuschauen, die mit Hadoop verwaltet werden (ZDnet, englisch).

Schluss mit dem Container-Wirrwarr will das Open Container Project machen, nachdem jetzt auch Marktführer Docker mit an Bord ist und einen wichtigen Teil seines Codes dem Projekt gestiftet hat. Das Projekt soll einen herstellerneutralen Standard für die Cloud-gerechte Verpackung von Software entwickeln (Computerwoche).

Irrtümlich abgeschickte E-mails zurückholen kann man jetzt mit einer Rückholfunktion in Googles Gmail. Wer Gmail im Browser nutzt und die Funktion aktiviert hat, bekommt bis zu 30 Sekunden Zeit, den Versand wieder rückgängig zu machen (Spiegel).

 

Zu guter Letzt …

Google bringt seinen Computern das Halluzinieren bei. Wie bei Menschen auf einem LSD-Trip sehen die Bilder aus, die Googles Bilderkennungssysteme produzieren, wenn sie nicht korrekt abgefragt werden. Man könnte sie glatt als Kunst an Wand hängen. Artikel und Bildergalerie auf Spiegel.de.

Apples neue Firmenzentrale, Campus 2, wird größer als das Pentagon und soll 5 Milliarden Dollar kosten. Die Welt hat ein eindrucksvolles Video von der Baustelle.

Digitale Agenda kw04

 

Google – bald der größte Internet-Provider weltweit

Die Pläne sind ehrgeizig und schon sehr konkret. Google will eines Tages vom Weltraum aus die ganze Erde mit Internet versorgen. Hierzu beteiligt sich der Konzern an SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen des Tesla-Gründers Elon Musk, und finanziert mit einer Milliarde Dollar die Installation von 700 geostationären Satelliten rund um den Globus (Süddeutsche).

Es ist nicht Googles erster Griff nach den Sternen. Bereits seit anderthalb Jahren laufen die Tests für sein Project Loon, bei dem Ballons in großer Höhe die Rolle von Internet-Knoten für entlegene Gebiete spielen sollen (Spiegel.de). Und letztes Jahr wurde mit Titan Aerospace ein Hersteller gekauft, dessen mit Solarkraft betriebene Drohnen fünf Jahre in der Luft bleiben können.

In der Zwischenzeit wird Google auch Mobilfunk-Anbieter. Wie das US-Medium The Information jetzt erfuhr, hat der Konzern in den USA Netzkapazitäten bei T-Mobile und Sprint eingekauft und will sie in Eigenregie vermarkten. Sie sollen sein Angebot an Gigabit-Internet ergänzen, das in mehreren US-Großstädten betrieben wird (Heise.de).

 

Schatten-IT – ein kaum fassbares Wesen

Mitarbeiter lieben Dropbox & Co. und nutzen sie auch fleißig – meist an der IT-Abteilung vorbei. Externe Cloud-Dienste bauen eine „Schatten-IT“ im Unternehmen auf, die sich jeglicher Kontrolle entzieht. Mitunter weil IT-Mitarbeiter nicht so recht wissen, wie sie an das Thema herangehen sollen.

Nur 8 Prozent der IT-Mitarbeiter wissen überhaupt, was da alles in Form von Schatten-IT im Unternehmen genutzt wird. Das brachte nun eine weltweite Umfrage der Cloud Security Alliance zu Tage (Zusammenfassung auf Computerwoche.de). An mangelndem Interesse liegt es nicht. Eher an einer guten Methode, die gewonnenen Erkenntnisse in Richtlinien umzusetzen und deren Einhaltung tatsächlich durchsetzen zu können.

 

IT-MANAGEMENT

15 BI-Dienstleister in Deutschland wurden vom Analystenhaus Pierre Autorin Consultants (PAC) unter die Lupe genommen, darunter IBM und HP. Für die Bewertung maßgeblich waren rund 60 Kriterien wie Ressourcen, Kompetenzen, Referenzen oder Service-Portfolio. Zu den besten gehörten diesmal, außer den Favoriten IBM und Accenture, auch eher unbekanntere deutsche Anbieter wie etwa Infomotion. Zusammenfassung auf CIO.de.

Einen Überblick über den deutschen Cloud-Markt liefert der Analyst René Büst auf silicon.de. Neben einer Bewertung der wichtigsten Anbieter wie Amazon, Microsoft oder IBM in Bezug auf ihre deutschen Aktivitäten, fasst er die wichtigsten Trends und Herausforderungen zusammen, die aus Sicht der Anwender eine Rolle spielen. Darunter die Unterstützung von Standards wie OpenStack, Cloud-Connectivity, Hybrid-Funktionen und Multi-Cloud-Ansätze.

 

TECHNIK

Kann das Web auch auf Peer-to-Peer-Basis funktionieren? Diese Frage stellte sich das Entwicklerteam von BiTorrent und startete das Projekt Maelstrom. Hierfür wurde ein neuartiger Browser in den Alpha-Test geschickt, der Webseiten Paket für Paket zusammensetzt und im selben Modus anderen Nutzern zur Verfügung stellt. Auf diese Weise könnten große zentrale Server überflüssig werden. Details auf Golem.de.

Auf jeder Webseite eigene Notizen hinzufügen. Ohne viel Aufhebens hat das US-Startup Genius.com eine Funktion in Betrieb genommen, die öffentliche Diskussionen auf eine neue Ebene heben könnte. Die Funktion erlaubt, Kommentare am Text jeder x-beliebigen Webseite sehr einfach einzublenden. Dazu muss man lediglich der URL der Webseite ein genius.com/ davor setzen (hier ein Beispiel mit dem Text der Rede von Barack Obama zur Lage der Nation). Um selbst zu kommentieren braucht man einen eigenen Account.

Die Cloud bringt neue Hardware-Hersteller hervor. Einen davon, Quanta Cloud Technologies, porträtiert DataCenter Insider. Das ursprünglich Taiwanesische Unternehmen mit aktuellem Firmensitz in Kalifornien beliefert vor allem große Systemhäuser, in Deutschland sind es zur Zeit Delta und Z-Stor. In den USA macht derzeit auch Nebula von sich reden, das sich auf schlüsselfertige OpenStack-basierte Systeme für private Clouds spezialisiert hat.