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Digitale Agenda kw31 / 2021

 

Urheberrecht und Meinungsfreiheit

Seit letzten Sonntag gilt das neue Urheberrecht. Damit werden Upload-Filter und die präventive Löschung von Inhalten seitens Google, Facebook & Co. gängige Praxis. Was sich alles ändert, fasst der Spiegel zusammen.   

Was noch gesagt werden darf, machen künftig Regierungen und die Tech-Industrie unter sich aus, auch wenn letzterer diese Rolle nicht geheuer ist. Der Rechtsweg bleibt aufwändig und das vom BGH angeordnete Widerspruchsrecht ändert da nicht viel.

Wie weit das gehen kann, haben wir in den letzten 18 Monaten erlebt. Jüngstes Beispiel: YouTube sperrt Sky News Australia wegen Covid-Falschinformationen.

 

Digitales Leben

Cybercrime eskaliert. Die Angriffe häufen sich, der Bitkom schätzt den jährlichen Schaden in Deutschland auf 220 Milliarden Euro und die US-Regierung will mit Amazon, Google und Microsoft kooperieren.

CDU zeigt Security-Expertin an. Sie hatte Sicherheitslücken in der Partei-App entdeckt und gemeldet. Die Anzeige wurde auf öffentlichem Druck hin zurückgezogen, die CDU entschuldigte und blamierte sich. 

Ist die Spyware Pegasus auf ihrem Smartphone? Das können Sie mit einer Software namens iMazing herausfinden, verspricht deren Hersteller. 

WhatsApp spielt Snapchat. Der zum Facebook-Konzern gehörende Messenger führt selbstlöschende Nachrichten ein. Der Mechanismus ist jedoch relativ leicht zu umgehen.

Die Website wird 30. Heute vor 30 Jahren stellte Tim Berners-Lee die erste Seite des World Wide Web live. Der Bitkom hat einige interessante Fakten rund um die Nutzung des WWW zusammengestellt. 

 

Zu guter Letzt …

Was von Dorothe Bär übrig bleibt. Die Staatsministerin für Digitales hatte sich zu Beginn ihrer Amtszeit einiges vorgenommen. Die Gesamtbilanz fällt etwa so mager aus wie die ihres neuesten Projekts. Von der groß angekündigten „Bundeszentrale für digitale Aufklärung“ ist eine angeblich intelligente Suchmaschine übrig geblieben. Wenn’s nur stimmen würde …

Digitale Agenda kw22 / 2019

 

Wahl-Nachwehen

Einen Fettnapf-Marathon nennt Sascha Lobo das, was sich die CDU nach dem YouTube-Video von Rezo nach der Europawahl leistete. Dabei hatte Rezo nichts weiter getan, als Union und SPD mit den Ergebnissen ihrer Politik zu konfrontieren. 

Ein gutes Beispiel für digitalen politischen Journalismus ist das Rezo-Video auch für Springer-Chef Matthias Döpfner. Leitartikel in Zeitungen seien schließlich auch „nicht weniger zugespitzt oder einseitig“.

Die Politik ist lernfähig, aber langsam. Ausgerechnet die CSU lernt als erste dazu, stellt die Print-Ausgabe ihres Parteiorgans Bayernkurier ein und will auf digitalen Medien mehr junge Leute erreichen. Geld für Facebook-Werbung geben die Parteien ohnehin schon aus.   

 

Digitales Leben

Das Innenministerium will Zugriff auf alles. Messenger-Dienste wie Whatsapp sollen verpflichtet werden, die Kommunikation ihrer Kunden mitzuschneiden und sie bei Bedarf den Behörden weiterzugeben. Auch die PCs von Journalisten sollen künftig gehackt werden dürfen. 

USA wollen die Telekommunikation in Europa abhören. Die EU-Kommission will ein Abkommen mit der US-Regierung verhandeln, das Internet-Anbieter mit Sitz in der Europäischen Union zu mehr Kooperation mit US-Behörden zwingt.

Polen klagt gegen das EU-Urheberrecht. Die Regierung in Warschau sieht durch die umstrittene Reform die europäischen Grundwerte durch „vorbeugende Zensur“ gefährdet und hat beim Europäischen Gerichtshof Klage eingereicht.

Ein Netz aus 12.000 Satelliten will SpaceX, das andere Unternehmen von Tesla-Chef Elon Musk, um die Erde spannen, um mit einem Netz namens „Starlink“ die Kommunikation zu revolutionieren. Die ersten 60 Satelliten sind seit dieser Woche im All.

Huawei auch as der IEEE ausgeschlossen. Die USA verschärfen ihren Wirtschaftskrieg gegen den chinesischen Konzern. Derweil macht sich Huawei-Gründer Ren über Trump lustig. 

 

Zu guter Letzt …

Hacker-Waffe der NSA legt Baltimore lahm. Eines der „verloren gegangenen“ NSA-Werkzeuge ist bei Hackern gelandet und wird als Basis für Ransomware genutzt. Das Netz der Stadtverwaltung wurde damit gekapert und soll erst wieder freigegeben werden, wenn die Stadt 100.000 Dollar in Bitcoin zahlt.