Schlagwort-Archive: Corona-App

Digitale Agenda kw16 / 2021

 

Ständiger Begleiter

Die Handy-Pflicht ist de facto schon da. Es ist schwer vorstellbar, dass man sich künftig ohne Smartphone im öffentlichen Raum bewegen wird können. 

 

Digitales Leben

Das neue Telekommunikationsgesetz soll Internet-Zugang für alle garantieren, wird aber als Ausbaubremse und als Recht auf lahmes Internet kritisiert.

Das neue KI-Gesetz der EU soll vor Überwachung und Diskriminierung schützen, steckt aber voller heikler Ausnahmen und wird als Erfolg für die europäische Rüstungsindustrie kritisiert. 

Die Modernisierung der Bundes-IT wird sich voraussichtlich bis 2032 hinziehen, glaubt der Rechnungshof. Ursprünglich sollte das Projekt 2025 abgeschlossen sein.

Neue Datenlücke bei Facebook. Während der Konzern die letzte Mega-Panne herunterspielt,  hat ein Forscher herausgefunden, wie er bis zu 5 Millionen E-Mail-Adressen pro Tag mit Facebook-Accounts in Verbindung bringen kann. 

Vorsicht vor falschen Outlook-Terminen. Cyberkriminelle stellen Nutzern mit fiktiven Besprechungsterminen eine Falle. Als Absender dienen häufig Kollegen, deren Konten gehackt wurden.

 

Zu guter Letzt …

Messenger-App Signal kriegt einen digitalen Mittelfinger. Dem Gründer von Signal ist eine Kopie der israelischen Spionage-Software von Cellebrite in die Hände gefallen. Nun will er in Signal Funktionen einbauen, die die Software austricksen. 

Digitale Agenda kw12 / 2021

 

Luca

Die Corona-Check-In-App Luca setzt sich durch. Mehrere Bundesländer haben die App bereits lizenziert und wollen so die Wiedereröffnung des Gastronomiebetriebs unterstützen. 

An Luca scheiden sich jedoch die Geister. Sie nutzt eine zentralisierte Speicherung, die einen Zugriff durch die Gesundheitsämter erlaubt. Kritiker befürchten, der Zugriff könnte missbraucht werden.

Steht Luca mit der Corona-Warn-App in Konflikt? Solange die Nutzung einer App auf Freiwilligkeit basiert, ist dies nicht der Fall. Und eine Abstimmung der beiden Apps könnte das Leben der Nutzer einfacher machen. 

 

Digitales Leben

Acer wird Opfer von Ransomware. Eine Erpressergruppe namens REvil hat die Systeme des PC-Herstellers verschlüsselt und wichtige Dokumente erbeutet. Nun will sie 50 Millionen Dollar Lösegeld. 

Bundeskartellamt kann sich nicht gegen Facebook durchsetzen. Die Behörde wollte Facebook verbieten, die Daten verschiedener Plattformen zusammenzuführen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf reicht den Fall jetzt weiter an den Europäischen Gerichtshof. 

Das BKA will mehr Befugnisse – dank Emotet. Beflügelt durch die Beseitigung der ehemals „mächtigsten Schadsoftware“ will das Bundeskriminalamt jetzt Gesetze, die die eigenen Cyberangriffe rechtlich decken. 

Post führt digitale Kopie analoger Briefe ein. In Kooperation mit GMX und Web.de können Unternehmen damit ihren Kunden vorab den Inhalt von Schriftstücken per Mail zukommen lassen.  

Facebook & Co. profitieren von der Corona-Krise. Das Werbegeschäft blüht wie noch nie, auch wenn viele Unternehmen der Realwirtschaft sich aktuell krisenbedingt zurückhalten müssen. 

 

Zu guter Letzt …

Digitale Kunststücke. Der erste Tweet des Twitter-Gründers Jack Dorsey wurde für 2,9 Millionen Dollar versteigert – ein Klacks gegen die fast 70 Millionen für eine digitale Collage neulich. Digitale Kunst ist auf dem Vormarsch und hat es in Deutschland sogar zum Status eines immateriellen UNESCO-Kulturerbes geschafft.

Digitale Agenda kw50 / 2020

 

Unter Beschuss

Alle gegen Facebook. In den USA wie in Europa wächst der Unmut über die Monopolstellung des sozialen Netzwerks. 

Auch Google steht unter Druck nach der Kartellklage gegen den Konzern im Oktober. 

 

Digitales Leben

Kritik an neue Sicherheitsgesetze verschärft sich.

Die Corona Warn-App gibt es jetzt auch als quelloffene Variante, damit keine Datenschutzfragen offen bleiben. Das Argument vieler Politiker, dass weniger Datenschutz besser wäre, taugt nichts, meint die Zeit.

Masken sind für Gesichtserkennung kein Problem mehr. Die Erkennungsprogramme haben die letzten Monate genutzt, um viel dazuzulernen. 

Open Source schützt nicht vor Security-Bugs, und das ist auch im Internet der Dinge der Fall, wie die jüngste BSI-Warnung zeigt.

 

Zu guter Letzt …

Wenn Sicherheitsfirmen gehackt werden, wird es etwas peinlich. So geschehen mit den US-Security-Spezialisten FireEye diese Woche. Die Hacker sind nicht nur in deren Netzwerk eingedrungen, sondern haben auch die gesamte Toolbox geklaut. Ein guter Grund, letztere offenzulegen, meint heise. 

Digitale Agenda kw48 / 2020

 

Amazon Boykott

Pünktlich zum Black Friday regt sich Widerstand gegen den weltgrößten Online-Händler. 

  • In Deutschland ruft die Gewerkschaft Verdi zum Streik und Netzpolitik.org zum Boykott gegen Amazon auf.
  • In Frankreich ruft eine Ministerin, die Pariser Bürgermeisterin, zahlreiche Politiker und der Einzelhandel zum Boykott auf.
  • Weltweit finden unter dem Motto Make Amazon Pay heute ähnliche Aktionen statt, unterstützt von einer langen Liste von Gewerkschaften, Bürgerrechtlern, Klimaschützern und anderen Verbänden. 

Der Vorwurf: Amazon profitiert massiv von der Krise während der Einzelhandel in den Innenstädten den Lockdown-Tod stirbt, übt sich in Steuervermeidung (auch in Deutschland), bezahlt seine Mitarbeiter schlecht und überwacht sie permanent.

 

Digitales Leben

Weniger Datenschutz hilft nicht gegen Corona, schreibt der Bundesdatenschutzberuftragte Ulrich Kelber in einem Gastbeitrag im Spiegel. Politiker, die Ähnliches raunen, täten dies ohne jeglichen Beleg.

Den Kampf der EU gegen die Verschlüsselung fasst die Zeit in einem Artikel zusammen. Politiker scheinen allzu bereitwillig zu sein, den Geheimdiensten Zugang zu jeglicher verschlüsselter Kommunikation zu gewähren. 

Regierung plant Gesetz gegen Darknet-Handel. Justizministerin Lambrecht will den Kampf gegen Drogenhandel, Waffenhandel und Kindesmissbrauch im Darknet durch einen neuen Straftatbestand verschärfen.

„Terrorismus“ als Vorwand für Maulkorb? Die EU-Innenminister wollen Plattformen wie Facebook dazu verpflichten, Aufrufe von Terroristen binnen einer Stunde zu löschen. Doch wer entscheidet, wer alles ein „Terrorist“ ist? 

 

Zu guter Letzt …

Der Tesla X lässt sich knacken – mit Software. Belgische Forscher haben den Elektro-Geländewagen mit Hacker-Werkzeugen für weniger als 200 Euro geknackt und gestartet. Es war schon das dritte Mal.