Schlagwort-Archive: Forinte

Digitale Agenda kw35 / 2020

 

Hauen und Stechen

Das Schicksal von TikTok in den USA ist weiterhin ungewiss.
→ Trump will die Video-App per Dekret verbieten
(angeblich auf Anraten von Facebook-Chef Zuckerberg),
→ TikTok reicht dagegen Klage ein,
→ TikToks US-Chef Kevin Meyer kündigt und
→ Microsoft will TikTok gemeinsam mit Walmart kaufen.

Fortnite und Apple sehen sich vor Gericht und es steht 1:1. Apple darf nicht pauschal die Grafiktechnologie „Unreal Engine“ aus dem App Store werfen, der Raufwurf von Fortnite aus den App Stores von Apple und Google bleibt aber bestehen. Das betrifft auch die neue Fortnite-Version.

Facebook jammert über das Blockieren seines Trackings in den Grundeinstellungen von Apples neuem Betriebssystem iOS 14, denn ohne Tracking ist keine gezielte Werbung möglich. 

 

Digitales Leben

Zum Schulbeginn bringt heise.de eine Artikelserie über die Digitalisierung des Schulunterrichts. Schule digital deckt Themen wie Ausstattung, Planung Homeschooling, Software und mehr ab. 

Wie Online-Klausuren überwacht werden können, macht derzeit die Fresenius-Hochschule vor. Die Überwachungsfunktion ging einem Studenten und er beschwerte sich bei der Datenschutzbehörde, doch das Thema ist knifflig. 

Fingerabdrücke statt Stechuhr – geht das? Nur in Ausnahmefällen und mit Einwilligung der Betroffenen, urteilte das Arbeitsgericht in Berlin, ansonsten ist das eine Verletzung der DSGVO.

Contact-Tracing bald ohne Corona-App möglich. Apple hat eine entsprechende Funktion in seinem nächsten iOS 13.7 vorgesehen, die aber abgeschaltet werden kann. Für Corona-App-Nutzer ändert sich nichts.

Die Steuer-ID wird zur universellen Personenkennziffer. Entsprechende Pläne gibt es im Innenministerium. Bei Einführung der Steuer-ID hatte die Kanzlerin genau das Gegenteil versprochen.

 

Zu guter Letzt …

Software-Fehler macht Bankautomaten spendabel. Wie lässt sich ein Bankautomat austricksen, dass er mehr Geld ausgibt, als auf dem Konto ist, obwohl der Dispo-Rahmen gleich null ist? Einige Kunden der Bank Santander fanden es heraus und „melkten“ den Automaten, bis die Polizei kam. 

Digitale Agenda kw33 / 2020

 

Geschäftsmodell Gesichtserkennung

Sammelklage gegen Instagram in den USA. Das zu Facebook gehörende soziale Netzwerk soll rechtswidrig die biometrischen Daten seiner über 100 Millionen US-Nutzer:innen gesammelt, ausgewertet und damit Geld verdient haben.

Millionen Fahrgäste unbemerkt in Madrid überwacht. Ein Hersteller von Software zur Gesichtserkennung hat vor vier Jahren den Betreiber des Madrider Busbahnhofs zu „mehr Sicherheit“ überredet. Seitdem wird ausgewertet. 

Die Gesichtserkennung in Südwales ist illegal, urteilte ein britisches Gericht. Für den Einsatz des Systems von NEC gebe es seitens der Polizei keinerlei Regelungen und der Datenschutz sei nicht ebensowenig gewährleistet.

 

Digitales Leben

Deutsche Start-ups mit Kartellbeschwerde gegen Google. Der Konzern missbrauche seine Marktmacht, um „ohne Eigeninvestitionen Konkurrenzprodukte aufzubauen“ und vor allem Konkurrenten aus der Reisebranche auszubremsen.

Von wegen keine Upload-Filter. Eine Studie der Friedrich-Naumann-Stiftung widerspricht den Beteuerungen von Justizministerin Lambrecht, dass die Umsetzung des neuen Urheberrechts ohne Upload-Filter möglich ist. 

Fortnite fliegt von den App Stores und verklagt Apple. Google und Apple bestehen darauf, dass alle In-App-Käufe provisionspflichtig sind, und haben das Online-Spiel von ihren App Stores verbannt. Man sieht sich vor Gericht. 

Auch Twitter soll an TikTok interessiert sein. Angeblich sieht Twitter TikTok als gute Ergänzung seines Geschäfts. Eine TikTok-Übernahme seitens Microsoft betrachtet Gründer Bill Gates derweil als „vergifteten Kelch„.

Microsoft bringt Smartphone mit Doppel-Display. Das Surface Duo hat kein faltbares, sondern einfach nur zwei Displays, die nebeneinander ein Mini-Tablet ergeben. Damit lasse sich besser arbeiten.

Facebook ist jetzt „systemrelevant“. Das Netzwerk sei „too big to fail„, sagen britische Wissenschaftler und befürchten bei einem Ausfall „katastrophale soziale und wirtschaftliche Folgen“.

 

Zu guter Letzt …

Die NSA gibt Tipps für Smartphone-Nutzer. Jedes Smartphone ist ein potenzieller Peilsender, der Standortdaten abgibt, sagt die US-Spionageagentur. Die Ratschläge richten sich an Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, sind aber öffentlich (PDF).