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Digitale Agenda kw21 / 2021

 

Homeoffice-Pflicht

Dürfen Sie bald raus aus dem Homeoffice? Der Vorstoß von Wirtschaftsminister Altmaier, die Homeoffice-Pflicht zu lockern, hat zumindest bei der Industrie Zustimmung gefunden, denn: Homeoffice senkt das Bruttoinlandsprodukt. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ist dagegen. Die Homeoffice-Pflicht soll bestehen bleiben, „solange nicht ein Großteil der Beschäftigten vollständig geimpft ist“, sagt DGB-Chef Hoffmann. 

Die Mehrheit der Deutschen sind ebenfalls dagegen. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom sind 58 Prozent für strikte Homeoffice-Pflicht, bis Corona vorüber ist.

 

Digitales Leben

Corona-App Luca kann Gesundheitsämter lahmlegen. Eine bereits bekannte Sicherheitslücke kann ausgenutzt werden, um Ransomware in Gesundheitsämter einzuschleusen. Für die Luca-Betreiber ist Excel dran schuld. 

Kartellamt leitet zwei Verfahren gegen Google ein. Im ersten prüft die Behörde, ob Google eine marktbeherrschende Stellung hat. Das zweite Verfahren bezieht sich auf Googles Regeln für die Datenverarbeitung.

Massenüberwachung der Geheimdienste vor Gericht. Das Anzapfen von Glasfaserleitungen bleibt grundsätzlich weiterhin möglich, doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fordert Nachbesserungen.

Bürgerrechtler gehen gegen Clearview AI vor. Nach ersten Beschwerden in den USA legten auch europäische Bürgerrechtler Beschwerde gegen die Praktiken der Firma ein, die Gesichtserkennung als lukratives Geschäftsmodell betreibt.

Amazon kauft traditionsreiches MGM-Filmstudio. Für einen Kaufpreis von über 8 Milliarden Dollar bekommt der Online-Händler die Rechte an 4000 Filmen und 17.000 Fernsehshows.

 

Zu guter Letzt …

Wie manipuliert man Wissenschaftler? Genauso wie alle anderen auch. Man trackt ihre Interessen und versorgt sie gezielt mit Informationen von Firmen, die kommerzielle Interessen verfolgen und ihren Einfluss auf die Wissenschaft steigern wollen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft warnt in einem neuen Bericht vor Datenmissbrauch durch Wissenschaftsverlage. 

Digitale Agenda kw50 / 2020

 

Unter Beschuss

Alle gegen Facebook. In den USA wie in Europa wächst der Unmut über die Monopolstellung des sozialen Netzwerks. 

Auch Google steht unter Druck nach der Kartellklage gegen den Konzern im Oktober. 

 

Digitales Leben

Kritik an neue Sicherheitsgesetze verschärft sich.

Die Corona Warn-App gibt es jetzt auch als quelloffene Variante, damit keine Datenschutzfragen offen bleiben. Das Argument vieler Politiker, dass weniger Datenschutz besser wäre, taugt nichts, meint die Zeit.

Masken sind für Gesichtserkennung kein Problem mehr. Die Erkennungsprogramme haben die letzten Monate genutzt, um viel dazuzulernen. 

Open Source schützt nicht vor Security-Bugs, und das ist auch im Internet der Dinge der Fall, wie die jüngste BSI-Warnung zeigt.

 

Zu guter Letzt …

Wenn Sicherheitsfirmen gehackt werden, wird es etwas peinlich. So geschehen mit den US-Security-Spezialisten FireEye diese Woche. Die Hacker sind nicht nur in deren Netzwerk eingedrungen, sondern haben auch die gesamte Toolbox geklaut. Ein guter Grund, letztere offenzulegen, meint heise. 

Digitale Agenda kw44 / 2020

 

Googles Macht

Wie mächtig ist Google tatsächlich? Nachdem in den USA ein Kartellverfahren gegen den Konzern eröffnet wurde, fordern nun konkurrierende Suchmaschinen von der EU nicht nur Bußgelder, sondern richtige Maßnahmen, um das Monopol zu brechen. 

In Italien ermitteln Wettbewerbshüter gegen den Konzern wegen des Verdachts auf Missbrauch seiner Marktmacht im Zusammenhang mit Onlinewerbung und inspizierten seine Büros.

Die Macht von Google über die Medien untersucht eine Studie der Otto Brenner Stiftung (als Artikelserie auf netzpolitik.org: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4) und zeigt, dass Googles Einfluss auf das, was wir erfahren, ebenso groß wie unsichtbar ist.

 

Digitales Leben

Wie datenschutzkonform ist Microsoft Office365? Nach dem Aus für Privacy Shield geraten auch die Standardvertragsklauseln ins Visier der Datenschützer. Experten untersuchen die Problematik, Anwälte die Konsequenzen und Dienstleister bieten technische Hilfe an. 

Apples Suchmaschine nimmt Gestalt an. Im Web soll ein Suchmaschinen-Crawler des Konzerns seine Aktivität stark erhöht haben, um einen eigenen Such-Index aufzubauen.

Die neue Fahndungsdatenbank der EU soll nicht mehr nur von der Polizei benutzt werden dürfen, sondern von rund 2.000 weiteren Behörden. Das würde das Missbrauchsrisiko massiv erhöhen, befürchten Politiker. 

Die Corona-Warn-App könnte einige neue Features gebrauchen, um ihre Effektivität beim Contact-Tracing zu erhöhen – weiterhin bei Wahrung der Anonymität der Nutzer. 

Jens Spahn hat es eilig mit seiner ePA. Die elektronische Patientenakte würde in ihrer jetzigen Form gegen europäisches Datenschutzrecht verstoßen und die Technik ist noch nicht ausgereift, doch der Minister gibt Gas. 

 

Zu guter Letzt …

Aktienkurs von SAP stürzt ab. Die Corona-Pandemie würde sich mindestens bis Mitte 2021 negativ auf die Geschäfte auswirken, kündigte der Konzern an korrigierte seine Prognosen nach unten. Die Gewinnmarge werde vorerst bei „nur“ 29 Prozent stagnieren. 

Digitale Agenda kw43 / 2020

 

Die USA gegen Google

US-Regierung leitet Kartellverfahren Google ein. Google soll seine Marktdominanz missbraucht und Firmen dazu gezwungen haben, seine Suchmaschine zum Standard auf Handys zu machen.

Ob die Klage Erfolg haben wird, ist offen. Zwar ist Googles Dominanz in viererlei Hinsicht gefährlich, aber die Alternativen momentan chancenlos und die letzte Konsequenz, eine Zerschlagung, eher unrealistisch und schwer durchzusetzen. 

Bekommen die USA Hilfe aus Europa? Auch die EU will die Marktmacht der digitalen Plattformen einschränken und arbeitet an einem Regelwerk, aber auf Geschäftspraktiken dürfte dies kaum Auswirkungen haben. 

 

Digitales Leben

Staatstrojaner für alle. Das Innenministerium hat sich im zweiten Anlauf mit seinem Plan durchgesetzt, allen 19 Geheimdienste des Bundes und der Länder eine Lizenz zum Schnüffeln zu erteilen. 

BND-Gesetz macht politische Überwachung möglich, glaubt ein Journalist, der das Gesetzt analysiert hat. Das könnte dramatische Einschnitte ins Recht auf Pressefreiheit nach sich ziehen.

Die Corona-Warn-App ist ein „zahnloser Tiger“ und hat kaum eine warnende Wirkung, sagt der bayrische Ministerpräsident Söder. Immerhin bekommt sie Montag neue Funktionen und läuft auch in Italien und Irland. 

EU-Kommission setzt auf Open Source. „Think Open“ heißt die neue Software-Strategie der EU. Die Kommission betrachtet sich selbst als Mitglied der Community, will aber die „Lebensfähigkeit des Ökosystems“ nicht unbedingt mit Geld fördern. 

Schweden will keine chinesische Anbieter im 5G-Netz. Huawei und ZTE sind vom Ausbau augeschlossen, die Skandinavier setzen lieber auf die einheimische Ericsson sowie auf Nokia und Samsung.

 

Zu guter Letzt …

Facebook Dating startet in Deutschland. Bei der Flirt-Funktion soll es möglichst sauber zugehen: Nur ab 18, keine Fotos, keine Videos und keine Facebook-Freunde, außer man hat einen unter ihnen als „heimlichen Schwarm“ gekennzeichnet. Und natürlich alles streng nach DSGVO.