Schlagwort-Archive: Microsoft

Digitale Agenda kw24

 

Die Geschäfte der „Sharing“ Economy

Die Geschäftsmodelle von Uber, Airbnb & Co. sind für Staat und Gesellschaft problematisch. Uber macht Pkw-Besitzer zu Taxifahrern – ohne Taxischein, ohne Versicherung, ohne Lizenz und meist für sehr wenig Geld (Tagesanzeiger). Und Airbnb verwandelt Haus- und Wohnungsbesitzer in Hoteliers – ohne Gewerbeschein und gerne am Finanzamt vorbei (Süddeutsche).

Der Gesetzgeber lernt erst, damit umzugehen. Uber-Manager rund um die Welt verbringen viel Zeit vor Gericht, um ihr Geschäftsmodell trotzdem durchzudrücken (Handelsblatt). Die Partner von Airbnb scheiterten letzte Woche vor Gericht beim Versuch, das Berliner Zweckentfremdungsverbot zu umgehen (Tagesspiegel).

Man sollte die Startups nicht unterschätzen. Ihre Investoren haben einen langen Atem und sehr tiefe Taschen (Handelsblatt). Und sie investieren neuerdings viel in Lobbyismus – mit ersten Erfolgen: Die EU-Kommission hat der Sharing Economy bereits ihre Unterstützung zugesagt (Spiegel).

 

TECHNIK & IT-MANAGEMENT

Eine Software hilft, den richtigen Bewerber einzustellen – an diesen Gedanken sollten sich Bewerber und Personalmanager langsam gewöhnen. Drei solcher Hilfsmittel und ihre Möglichkeiten beschreibt Michael Schweizer auf Computerwoche.de.

Microsoft kauft LinkedIn und will damit „Produktivität und Geschäftsabläufe neu erfinden“. LinkedIn wirft mehr als 400 Millionen vernetzte Nutzer in den Topf, Microsoft bringt Office, Skype und jede Menge Anwendungen und Infrastruktur mit. Könnte was werden (Zeit.de).

Nur eins von vier Big-Data-Projekten ist profitabel, hat eine neue Studie von Capgemini ergeben. Eine Studie von Bitkom wiederum zeigt, dass deutsche Firmen mit Big Data noch sehr zurückhaltend sind. Zusammenfassung auf Computerwoche.de.

Internet-Anbieter müssen echte Geschwindigkeit angeben, hat die Bundesregierung beschlossen. 50 Mbit/s auf dem Papier sind heute meistens nicht viel mehr als 41 Mbit/s in der Leitung. Die Grünen verlangen zudem Geldbußen bei Nichteinhaltung (Süddeutsche).

Edward Snowden darf keinen Ehrendoktor bekommen, urteilte das Verwaltungsgericht Schwerin. Die Philosophische Fakultät der Uni Rostock wollte ihm der Titel verleihen, der Rektor lehnte es ab mit der Begründung, Snowden habe „keine besondere wissenschaftliche Leistung“ hervorgebracht (Zeit).

Apples neuer Umgang mit persönlichen Daten löst Kontroversen aus. Mit „Differential Privacy“ will Apple Erkenntnisse über die Gewohnheiten seiner Nutzer ziehen, die persönlichen Daten aber vorher anonymisieren. Experten zweifeln an der Praktikabilität des Verfahrens (Spiegel).

Die besten Wetter-Apps fürs Smartphone hat die Süddeutsche gekürt, mit Unterstützung eines Meteorologen. Ihre Pendants fürs iPad hat das CIO-Magazin unter die Lupe genommen.

    

Zu guter Letzt …

Hacker interessieren sich für Trumps Geheimnisse. Gleich zwei russische Hackergruppen sind in das Netzwerk der Demokratischen Partei eigedrungen und haben ein vertrauliches Dossier über The Donald erbeutet (Süddeutsche). Dabei tauschen Trump und Putin seit Wochen Liebenswürdigkeiten aus … (Spiegel)

Microsoft steigt ins Marihuana-Geschäft ein – ganz legal. Der Konzern unterstützt das Startup Kind Financial mit einer Software, die den legalen Marihuana-Verkauf verwaltet und die Rechtmäßigkeit der Transaktionen prüft (New York TimesComputerwoche).
Die Affinität zum Gras scheint bei Microsoft Tradition zu haben: Schon drei Jahre zuvor hatte ein Microsoft-Manager seine Karriere beim Konzern an den Nagel gehängt, um legal Cannabis zu verkaufen (Süddeutsche).

Digitale Agenda kw13

 

Microsoft erfindet sich neu

Windows ist nicht mehr die Plattform, die es mal war, aber das ist auch nicht mehr so wichtig. Auf der Entwicklerkonferenz Build gab es Microsofts Plattformen der Zukunft zu sehen.

Künstliche Intelligenz gehört definitiv dazu. Das erste öffentliche Experiment mit dem Chatbot Tay ist eher peinlich verlaufen, doch Chatbots und die Intelligenz dahinter werden demnächst die Welt der Anwendungen radikal umkrempeln, und Microsoft will hier ganz vorne mitmischen (ZeitSüddeutsche über die Strategie, t3n.de über das neue Bot-Framework).

Weitere Neuheiten auf der Build: (von heise.de, silicon.de)
– Der Desktop App-Converter, der Win32- und .Net-Anwendungen in das AppX-Format bringt.
– Ein Linux-Subsystem für Windows 10, mit dem sich Linux-Programme unter Windows ausführen lassen.
– Das neue Visual Studio, mit dem man auf Windows auch C++-Code für Linux schreiben.
– Office 365 wird Cloud-Apps anderer Hersteller in seiner Benutzeroberfläche integrieren.
– Das Virtual-Reality-System HoloLens ist in der Entwickler-Version fertig.

Microsoft wird auch künftig allgegenwärtig bleiben, so viel steht fest. Unter dem neuen Chef füllt das Unternehmen sein Versprechen „Cloud first, Mobile first“ mit Leben – als Cloud-Plattform, die schwer zu umgehen ist (lesenswerte Analyse dazu in englisch auf Pando.com).

 

TECHNIK & IT-MANAGEMENT

Der Chief Digital Officer ist kein CIO und kein CTO, schreibt Management-Berater Markus Berg auf CIO.de. IT-Wissen ist Voraussetzung, ebenso gefragt ist aber ein solides Wissen in Betriebswirtschaft, Marketing, E-Commerce und Projektmanagement.

Woher sollen die Daten für Big Data kommen? Prof. Stefan Wrobel vom Fraunhofer-Institut IAIS erklärt im Interview mit der Computerwoche, was es mit dem Industrial Data Space auf sich hat.

Sprechen Sie ITIL? Im Zeitalter der IT-Services sollten IT-Manager zumindest die Grundbegriffe der ‚Information Technology Infrastructure Library‘ kennen, meint Thomas Wittbecker, CEO von Adacor Hosting, auf Datacenter-Insider.de.

Wie man richtig kündigt, ohne verbrannte Erde hinter sich zu lassen, beschreiben René Schmöl und Andrea König auf CIO.de.

Verbraucher wünschen sich Geld für ihre Nutzungsdaten, wenn letztere von Smart Home- und IoT-Anbietern genutzt werden, ergab eine Studie von Intel. Vor allem die jüngere Generation scheint sich über den Wert persönlicher Daten bewusst zu sein (silicon.de).

Oracle bringt die On-Premise Cloud. Damit können sich Unternehmen die Oracle Cloud ins eigene Haus holen und Oracle und verspricht dabei die gleiche Servicequalität wie bei der eigenen Oracle Cloud (Datacenter-Insider.de).

    

Zu guter Letzt …

Aprilscherz des TagesErste Roboter-Gewerkschaft gegründet, nachzulesen in der Computerwoche. Durchsichtig, aber einfach schön zu lesen.
Unser Allzeit-FavoritDie fliegenden Pinguine der BBC (von 2008) und das brillante Video dazu.

Kein Aprilscherz: Apple wird heute 40. Stern.de hat 40 eher skurrile Fakten über das Unternehmen zusammengetragen.

Digitale Agenda kw03

 

Smartphones aus Kinderarbeit

Apple, Samsung und Sony stehen wieder am Pranger, weil sie in ihren Akkus Kobalt aus Minen im Kongo verarbeiten, in denen massiv Kinderarbeit betrieben wird. Der Vorwurf stammt aus einem neuen Bericht von Amnesty International zu diesem Thema (Artikel auf Zeit.de).

Mehr als die Hälfte des weltweit geförderten Kobalts stammt aus dem Kongo. Der strittige Anteil, rund 20 Prozent der Gesamtproduktion, stammt aus kleineren Minen im Süden des vom Bürgerkrieg gezeichneten Landes. Laut Unicef sollen dort 40.000 Minderjährige unter prekären Bedingungen in den Minen arbeiten.

Das Kobalt gelangt in die Akku-Produktion meist über chinesische Firmen. Letztere wollen von Kinderarbeit nichts gewusst haben, trotz angeblicher Kontrollen. Auch die Hersteller weisen die Vorwürfe zurück und auf eigene Programme hin, um ihre Lieferanten zu prüfen (im Original auf TechCrunch). Wenn die Vorwürfe stimmen, haben die Proramme wohl nicht viel genützt.

 

TECHNIK & IT-MANAGEMENT

Wie grenzen sich CIO und CDO voneinander ab? Viele Unternehmen denken daran, einen Chief Digital Officer zu bestellen, doch sein Ressort sollte nicht mit dem des IT-Chefs in Konflikt stehen. Jan Appl und Oliver Oswald von der Porsche-Tochter MHP liefern in der Computerwocheeine Übersicht der beiden Aufgabengebiete.

Windows-Support für neue CPUs wird eingeschränkt. Für ältere Windows-Versionen (7, 8 oder 8.1), die auf Rechnern mit aktuellen Prozessoren laufen, will Microsoft künftig keinen Support mehr bieten. Für neuere Maschinen gibt’s Support nur mit Windows 10 (heise.de).

Wie der Vogel Verlag alle Web-Services in die Cloud ausgelagert hat, schildert ein Bericht auf CloudComputing-Insider.de (einer Vogel-Publikation). Implementationspartner und Cloud-Provider ist die Berliner ProfitBricks GmbH. 

Digitalisierung ist nur mit Hybriden Clouds zu bewältigen, ergab eine Studie von IDC. Während sich die Sicherheitsbedenken gegen sie langsam relativieren, mache IT-Managern die Komplexität solcher IT-Landschaften noch schwer zu schaffen (speicherguide.de).

Safe Harbor: Politiker sollen endlich handeln! Mit einem Brandbrief wandten sich IT-Verbände an die EU-Kommission und Präsident Obama und forderten eine schnelle Lösung. Ende Januar läuft die Schonfrist des Europäischen Gerichtshofs ab, danach dürften zwischen der EU und den USA keine Daten mehr ausgetauscht werden (Spiegel.de).

Dedizierte Storage-Systeme gibt es in zehn Jahren nicht mehr, glaubt André Braun, Sales Director Storage bei Dell. Klassische Systeme würden mehr und mehr durch konvergente Rechenzentrums-Lösungen ersetzt (Storage-Insider.de).

Eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel bedroht Millionen Server und Android-Smartphones. Über die Lücke kann ein Angreifer Root-Rechte erlangen. Für Linux-Distributionen sind Patches bereits vorhanden oder in Arbeit, die meisten Android-Nutzer müssen noch eine Weile warten (Golem.de).

  

Zu guter Letzt …

EU-Bürger stehen Big Data skeptisch gegenüber, ihre persönlichen Daten geben sie dennoch an Google, Facebook & Co. bereitwillig weiter, ergab jetzt eine Studie von Vodafone (Zusammenfassung auf Politik-digital.de). Die Anwender sehe zwar den Nutzen durch bestimmte Dienste und Apps, das Potenzial für Missbrauch aber auch.

Digitale Agenda kw46

 

Apple iPad Pro vs. Microsoft Surface Book

Irgendwas zwischen Notebook und Tablet sind sie beide – Apples iPad Pro, das seit dieser Woche erhältlich ist, und Microsofts Surface Book, das demnächst nach Deutschland kommt. Beide werden als hochwertige, teure Arbeitsgeräte vermarktet. Sind sie auch arbeitstauglich?

Das Microsoft Surface Book ist genau genommen ein hochwertiges Notebook mit sehr guten Leistungsdaten, einem innovativen Gesamtkonzept und Design und mit abnehmbarem Bildschirm, der dann als Tablet genutzt werden kann – mit allen Vor- und Nachteilen von Windows 10 in diesem Bereich (Test auf ComputerBild, Vergleich mit dem MacBook Pro auf Chip, sehr gründlicher Test auf Englisch auf Ars Technica).

Das Apple iPad Pro ist mehr Tablet als Notebook, trotz Tastatur und Stift als Eingabemedien. Der Tester der FAZ hält das Gerät für eine „produktive Universalmaschine“, die eigentlich eine eigene Gattung definiert. Man mache damit vieles anders, aber nicht unbedingt schlechter (detaillierter Test auf Ars Technica).

Und wie lässt sich mit ihnen arbeiten? Beim Surface Book ist die Sache klar: wie eben mit einem Notebook und einem PC-Betriebssystem, das fürs Tablet noch einiges lernen muss. Das iPad Pro versucht, auf seine Weise die Arbeit neu zu gestalten bzw. zu definieren, unterliegt dabei aber allen Einschränkungen von iOS.

Die Frage ist eher, woraus die „Arbeit“ besteht, findet der Analyst Ben Evans in einem lesenswerten Beitrag. Was „Arbeit“ ist, verändert sich mit den Möglichkeiten neuer Tools. Was heute Maus und Tastatur braucht, kann morgen mit Sprache und Fingern auf dem Bildschirm erledigt werden. Ein PC wie das Surface Book kann vieles, was auch ein Tablet kann, aber gehört ihm deswegen auch die Zukunft?

 

IT-MANAGEMENT

Die IT soll eine andere Rolle übernehmen, fordern viele Firmenlenker. Sie soll innovativer werden und das Unternehmen bei der Digitalisierung stärker helfen – nur, was sind die notwendigen Schritte dorthin? Am Beispiel von Firmen, die in Sachen Transformation ein Stück weiter sind, lässt sich einiges abschauen (Computerwoche).

Flüchtlinge sind eine Chance für die IT-Branche, findet der Branchenverband Bitkom, und nicht nur er. Rund 43.000 IT-Stellen sind momentan nicht besetzt, viele der Flüchtlinge sind gut ausgebildet und motiviert. Doch bis sie wirklich in Lohn und Brot sind, müssen sie viele Hürden überwinden (Golem).

 

TECHNIK

Google veröffentlicht KI-System unter Open Source. TensorFlow heißt Googles Machine-Learning-System und diese Art Software gehört eigentlich zu den Kronjuwelen der großen IT-Player. Google hat jetzt erkannt, dass seine Plattform durch die Arbeit vieler externer Informatiker mehr zu gewinnen als zu verlieren hat (Welt.de).

Microsoft baut eine deutsche Cloud bei der Telekom auf und will dadurch NSA, Patriot Act und Safe-Harbor-Verbot umgehen. T-Systems wird dabei als Datentreuhänder agieren, um den Kunden den Cloud-Betrieb gemäß deutscher Datenschutzregeln zu garantieren (Computerwoche).

Red Hat stellt eigene Container-Plattform vor. Mit OpenShift Enterprise liefert der Linux-Distri eine Application Platform für Docker-Container, Kubernetes-Orchestrierung sowie erweiterte Integration mit OpenStack (silicon.de).

 

Zu guter Letzt …

Deutschlands schlechteste Hotlines hat jetzt ein Test von Chip und Statista identifiziert. Ganz oben auf der Liste steht ein alter Bekannter – Norton. Immerhin, bei den getesteten 169 Hotlines ist die durchschnittliche Wartezeit rund eine Minute kürzer als im letzten Jahr. Bei Norton betrug sie gute 18 Minuten (Gründerszene).

Sonys Betamax ist jetzt endgültig tot. Ja, das Videoformat, das in den Achtzigern die Schlacht gegen VHS verloren hatte, hat tatsächlich bis vor kurzem im professionellen Video-Bereich und bei TV-Anstalten noch gelebt. Diese Woche wurde die Produktion von Videokassetten endgültig eingestellt (t3n.de).