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Digitale Agenda kw13-14 / 2021

 

Datenkraken

Facebook-Datenleck exponiert 533 Millionen Nutzer. Namen, Telefonnummern und andere persönliche Informationen sind im Umlauf, die ersten Nutzer bekommen bereits SMS-Spam. Facebook versucht derweil, die Sache kleinzureden.

Datenschutzaktivist Max Schrems verklagt Google. Der Mann, der Safe Harbour und Privacy Shield zum Sturz brachte, wirft Google vor, Android-Nutzer ohne deren Zustimmung zu tracken. 

Politik bildet Allianz gegen Tech-Giganten. Der US-Präsident und die EU sind aber weniger um die Dominanz der Konzerne oder den Datenschutz besorgt, sondern um die Prävention von „Kampagnen ausländischer Desinformation„.

Es wird Zeit für die Einführung digitaler Grundrechte, sagt eine Gruppe europäischer Anwälte und orientiert sich dabei an einen Entwurf des Erfolgsautors Ferdinand von Schirach.

 

Digitales Leben

Der Bundestag will Cookie-Banner abschaffen. Im Gespräch sind laut Spiegel ein nationaler Daten-Treuhänder und ein deutsches Cookie-Gesetz, doch es könnte sehr schwierig werden.

BND erhält weitreichende Überwachungsrechte. Was vor einigen Jahren noch für Skandale sorgte, wie z.B. die Überwachung deutscher Staatsbürger, wurde nun durch das neue BND-Gesetz legalisiert.

Paypal akzeptiert Kryptowährungen. In den USA können Paypal-Kunden Bitcoin und andere digitale Zahlungsmittel nutzen. Die Messaging-App Signal testet in Großbritannien anonyme Zahlungen mit MobileCoin.

Microsofts Hololens zieht in den Krieg. Der Software-Hersteller liefert 120.000 Datenbrillen an das US-Militär, der Auftragswert liegt bei 22 Milliarden Dollar. Bei den Angestellten regt sich Widerstand.

Datenschützer dürfen vor IT-Produkten warnen. Ein Gutachten der Datenschutzkonferenz kommt zum Schluss, dass Datenschutzbehörden sehr wohl vor Produkten wie Zoom warnen dürfen, sofern die Sachlichkeit gewahrt ist.

 

Zu guter Letzt …

Jeff Bezos will höhere Unternehmenssteuern. Der scheidende Amazon-Chef und angehende Philanthrop, dessen Firma in den USA und Europa kaum Steuern zahlt, hat sich für eine Anhebung der Unternehmenssteuer ausgesprochen. Das sorgt für freundlichere Schlagzeilen als Berichte über in Flaschen pinkelnde Amazon-Fahrer.