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Digitale Agenda kw21

 

Bargeld war gestern 

Deutschland diskutiert die Abschaffung von Bargeld (Handelsblatt), anderswo arbeitet man schon längst an Alternativen. Zwar ist Bargeld im Gegensatz zu vielen elektronischen Verfahren sehr benutzerfreundlich, doch immer mehr Zahlungen werden über PCs und Handys abgewickelt.

Elektronische Zahlungen sollen so einfach werden wie Barzahlungen – so lautet das Ziel bei fast allen Internet-Schwergewichten. Facebook will über den Messenger Zahlungen möglich machen, Square per E-Mail, Snapchat über die eigene App. Das Ziel muss schnell erreicht werden, bevor Apple mit seinem Apple Pay davonzieht.

Im Silicon Valley wird um die Wette in Payment-Technologie investiert. Das drei Jahre alte Startup Stripe schickt sich an, das PayPal der mobile Ära zu werden und hat sich gerade eine Finanzierungsrunde über eine halbe Milliarde Dollar gesichert (t3n.de). Kleinere Firmen wie Ripple werden immerhin mit zweistelligen Millionensummen bedacht (FinTech).

Sogar virtuelle Währungen wie Bitcoin, die vor allem die Notwendigkeit von Zwischeninstanzen wie Banken und Kreditkartenfirmen in Frage stellen, gewinnen langsam an Boden – trotz vieler offener Sicherheitsfragen. Die New Yorker Börse NYSE hat diese Woche sogar einen Bitcoin-Index eingeführt (t3n.de).

Die Antwort der Platzhirsche ließ nicht lange auf sich warten. MasterCard hat mit Send einen neuen Dienst angekündigt, über den Privatpersonen und Firmen Überweisungen tätigen können. Das Verfahren soll Zahlungen extrem einfach machen, Geld soll spätestens nach 30 Minuten auf dem Konto des Empfängers sein.

 

IT-MANAGEMENT

Präventive Sicherheit lohnt sich auch finanziell, behauptet eine neue Studie von Accenture. Unternehmen gewinnen dadurch nicht nur ein Plus an Sicherheit, meist haben sie auch einen besseren Zugang zu neuen Technologien. Das praktische Problem liegt für die meisten Firmen eher darin, dass es nicht genug Security-Experten auf dem Personalmarkt gibt (Computerwoche).

Was agile Methoden wie Scrum und Kanban bringen und wie man sie im Unternehmen einführt, erklären zwei Artikel auf Computerwoche.de. Thomas Schissler beschäftigt sich mit der Firmenkultur, die Agilität möglich macht, Simon Stäuber mit der Frage, ob man dazu unbedingt die Unterstützung des Top-Managements braucht.

 


Whitepaper: Vier Schritte zur Rechnungsautomatisierung

Die Rechnungsbearbeitung zu automatisieren und den Kreditorenprozess zu straffen ist für Unternehmen zwar ein wichtiger Schritt zur Zeit- und Kostenersparnis, aber nur die erste Etappe einer umfassenden Purchase-to-Pay (P2P)-Ausrichtung. Das eBook von Basware zeigt die vier wichtigsten Schritte auf, die ein Unternehmen vor der Automatisierung berücksichtigen sollte.


 

TECHNIK

Windows 10 wird in sieben Versionen erhältlich sein. Welche Features in welcher Version zu erwarten sind, hat letzte Woche Microsoft bekannt gegeben (deutsche Zusammenfassung auf SearchDatacenter.de).

Verschlüsselung ist wieder durch eine Lücke bedroht. Alle Verschlüsselungsverfahren, die das TLS-Protokoll für den Austausch von Schlüsseln verwenden (darunter HTTPS, SSH, IPsec und SMTPS), aber auch die meisten Browser, sind von der so genannten Logjam-Lücke betroffen. Ausführlicher Bericht auf heise.de).

OpenStack mausert sich zur dominierenden Cloud-Plattform, wie mal wieder auf der OpenStack Summit deutlich wurde. Der Zuspruch der Industrie ist enorm und sie arbeitet daran, die Plattform einfacher zu handhaben und Container-fähig zu machen (heise.de). IBM bringt sie sogar in die Public Cloud (silicon.de).

 

Zu guter Letzt …

Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung treibt auch Whistleblower und Betreiber öffentlicher WLANs in die Enge – zumindest wenn es bei dem aktuellen Entwurf bleibt (Zusammenfassung auf Zeit.de). Verfassungsrechtler sehen die Pressefreiheit gefährdet (Netzpolitik.org).

Rassismus ist auch bei Suchmaschinen und Bilderkennung zuhause. Suchbegriffe wie „Nigger House“ oder „Nigger King“ führten bis vor kurzem bei Google zum Weißen Haus und Präsident Obama (Netzwelt), die automatische Bilderkennung von Flickr weist so manchen dunkelhäutigen Mitmenschen als „Affen“ aus (Spiegel). Google hat sich inzwischen entschuldigt, Flickr arbeitet noch dran.