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Digitale Agenda kw02 / 2020

 

Skurriles von der CES

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas war einmal die Messe der PC-Branche, heute ist sie die Messe der Smart Gadgets, der Abo-Geschäftsmodelle und des Elektroschrotts von morgen. Hier einige der Highlights.

 

Digitales Leben

Die Bundesregierung ist digital inkompetent, meint die Mehrheit der Bundesbürger laut einer Umfrage. Rund 90 Prozent glauben auch, dass Deutschland bei der Digitalisierung hinterherhinkt. 

Neue Enthüllungen über Cambridge Analytica. Das Skandalunternehmen hat nicht nur Wahlen manipuliert, sondern auch weltweit mit Regierungen und Geheimdiensten kooperiert. Auch Österreich war interessiert. 

Facebook hat Trump zum Präsidenten gemacht, schreibt ein Facebook-Manager in einem internen Memo. Das Unternehmen will aber weiterhin seine Richtlinien für politische Werbung nicht ändern.

Airbnb will die Integrität seiner Kunden erkennen. Eine Tochterfirma hat eine Software entwickelt, die die Vertrauenswürdigkeit von Airbnb-Kunden automatisch beurteilt. 

Polizeihunde erschnüffeln USB-Sticks. Auch in Deutschland kommen immer mehr Datenträgerspürhunde zum Einsatz, um digitale Beweismittel zu sichern. 

 

Zu guter Letzt …

Das WLAN der Bahn ist grottenschlecht, aber … das liegt nicht unbedingt an der Bahn. Vielmehr ist die Qualität der Internet-Verbindung von der Mobilfunk-Versorgung entlang der Bahnstrecke abhängig, und diese lässt meist schwer zu wünschen übrig. 

Digitale Agenda kw03

 

Smartphones aus Kinderarbeit

Apple, Samsung und Sony stehen wieder am Pranger, weil sie in ihren Akkus Kobalt aus Minen im Kongo verarbeiten, in denen massiv Kinderarbeit betrieben wird. Der Vorwurf stammt aus einem neuen Bericht von Amnesty International zu diesem Thema (Artikel auf Zeit.de).

Mehr als die Hälfte des weltweit geförderten Kobalts stammt aus dem Kongo. Der strittige Anteil, rund 20 Prozent der Gesamtproduktion, stammt aus kleineren Minen im Süden des vom Bürgerkrieg gezeichneten Landes. Laut Unicef sollen dort 40.000 Minderjährige unter prekären Bedingungen in den Minen arbeiten.

Das Kobalt gelangt in die Akku-Produktion meist über chinesische Firmen. Letztere wollen von Kinderarbeit nichts gewusst haben, trotz angeblicher Kontrollen. Auch die Hersteller weisen die Vorwürfe zurück und auf eigene Programme hin, um ihre Lieferanten zu prüfen (im Original auf TechCrunch). Wenn die Vorwürfe stimmen, haben die Proramme wohl nicht viel genützt.

 

TECHNIK & IT-MANAGEMENT

Wie grenzen sich CIO und CDO voneinander ab? Viele Unternehmen denken daran, einen Chief Digital Officer zu bestellen, doch sein Ressort sollte nicht mit dem des IT-Chefs in Konflikt stehen. Jan Appl und Oliver Oswald von der Porsche-Tochter MHP liefern in der Computerwocheeine Übersicht der beiden Aufgabengebiete.

Windows-Support für neue CPUs wird eingeschränkt. Für ältere Windows-Versionen (7, 8 oder 8.1), die auf Rechnern mit aktuellen Prozessoren laufen, will Microsoft künftig keinen Support mehr bieten. Für neuere Maschinen gibt’s Support nur mit Windows 10 (heise.de).

Wie der Vogel Verlag alle Web-Services in die Cloud ausgelagert hat, schildert ein Bericht auf CloudComputing-Insider.de (einer Vogel-Publikation). Implementationspartner und Cloud-Provider ist die Berliner ProfitBricks GmbH. 

Digitalisierung ist nur mit Hybriden Clouds zu bewältigen, ergab eine Studie von IDC. Während sich die Sicherheitsbedenken gegen sie langsam relativieren, mache IT-Managern die Komplexität solcher IT-Landschaften noch schwer zu schaffen (speicherguide.de).

Safe Harbor: Politiker sollen endlich handeln! Mit einem Brandbrief wandten sich IT-Verbände an die EU-Kommission und Präsident Obama und forderten eine schnelle Lösung. Ende Januar läuft die Schonfrist des Europäischen Gerichtshofs ab, danach dürften zwischen der EU und den USA keine Daten mehr ausgetauscht werden (Spiegel.de).

Dedizierte Storage-Systeme gibt es in zehn Jahren nicht mehr, glaubt André Braun, Sales Director Storage bei Dell. Klassische Systeme würden mehr und mehr durch konvergente Rechenzentrums-Lösungen ersetzt (Storage-Insider.de).

Eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel bedroht Millionen Server und Android-Smartphones. Über die Lücke kann ein Angreifer Root-Rechte erlangen. Für Linux-Distributionen sind Patches bereits vorhanden oder in Arbeit, die meisten Android-Nutzer müssen noch eine Weile warten (Golem.de).

  

Zu guter Letzt …

EU-Bürger stehen Big Data skeptisch gegenüber, ihre persönlichen Daten geben sie dennoch an Google, Facebook & Co. bereitwillig weiter, ergab jetzt eine Studie von Vodafone (Zusammenfassung auf Politik-digital.de). Die Anwender sehe zwar den Nutzen durch bestimmte Dienste und Apps, das Potenzial für Missbrauch aber auch.