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Digitale Agenda kw18/19 / 2020

 

Corona-Gewinner und -Verlierer

Amazon-Chef Jeff Bezos ist dank Corona-Krise um 30 Milliarden Dollar reicher. Unterdessen hat am 1. Mai sein Vice President Tim Bray aus Protest gekündigt, weil Amazon mitten in der Krise Mitarbeiter entließ, die über Missstände und Ausbeutung in den Lagehäusern berichteten.

Unentschieden steht es noch im Streit um die Corona-App.
→ Die App ist Open Source und hat eine dezentrale Datenspeicherung – mitunter weil Apple die zentrale Lösung blockierte.
→ Jens Spahn stellt Pläne für den Immunitätsausweis zurück,
sägt aber weiter am Datenschutz
→ und es gibt noch keine gesetzliche Regelung über den Einsatz der App.

Datenschutz und Privatsphäre unter Druck.
→ Ungarn hat die DSGVO ausgesetzt.
EU öffnet Fahndungsdatenbank für Geheimdienste.
→ Arbeitende werden stärker am Arbeitsplatz überwacht.

Der große Verlierer ist der Mittelstand. Laut einer Umfrage sehen sich 20 Prozent der KMUs von einer Insolvenz bedroht. 

 

Digitales Leben

München setzt wieder auf Open Source. Unter dem Motto Public Money! Public Code! will die neugewählte rotgrüne Koalition im Stadtrat wieder mehr quelloffene Software in der Stadtverwaltung einsetzen. 

Haftbefehl gegen russischen Hacker. Ein Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes soll den Angriff auf die Bundestags-IT 2015 durchgeführt haben. 

Rüstungskonzern Rheinmetall wurde gehackt. Mehr als 1000 interne Unterlagen sind im Netz, inklusive einiger Konstruktionspläne.

Vodafone schaltet sein 3G-Netz ab. Nur noch 5 Prozent der Vodafone-Kunden nutzen den alten Standard, deswegen wird er abgestellt. Dafür gibt’s jetzt dank Huawei 5G auf dem Mount Everest. 

 

Zu guter Letzt …

StudiVZ wird wiederbelebt. Der ehemalige Facebook-Konkurrent heißt jetzt nur noch VZ und wurde von Grund auf neu programmiert. Laut dem neuen Besitzer (Lieferando-Gründer Jörg Gerbig) soll der Fokus wieder auf der Gruppenkommunikation liegen.