Schlagwort-Archive: Twitch

Digitale Agenda kw40 / 2021

 

Problemfall Facebook

Facebook-Whistleblowerin vor dem US-Kongress. Frances Haugen sprach über ein soziales Netzwerk, dessen Geschäftsmodell keine Skrupel kennt. Resultat sei die soziale Manipulation der Nutzer und eine Gefährdung der Demokratie.

Was könnte die Konsequenz daraus sein? Auch wenn Facebook-Chef Mark Zuckerberg das alles nicht wahrhaben will: Die Botschaft all der Facebook-Skandale der letzten Jahre lautet: Reguliert uns endlich! 

Totalausfall als i-Tüpfelchen. Als hätte Facebook nicht schon genug Probleme, fielen aufgrund einer falschen Router-Konfiguration Facebook, WhatsApp und Instagram Anfang letzte Woche für mehrere Stunden aus. 

 

Digitales Leben

Nach dem Flop: Warum ging ein wichtiges staatliches Digitalprojekt wie ID Wallet so jämmerlich daneben? Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann versucht im Interview mit Netzpolitik Antworten zu liefern. 

Riesenleck bei Amazons Streaming-Plattform Twitch. 100 GByte interner Daten, darunter die Einkünfte der Streamer in den vergangenen Jahren, stehen im Netz. Amazon redet den Vorfall klein. 

Darf Microsoft Teil der Bundes-Cloud sein? Die Bundesverwaltung will ihre Daten in einer eigenen „Bundes-Cloud“ unterbringen. Durch die Verwendung von Microsoft-Technologie befürchten Kritiker eine „massive Abhängigkeit„. 

Über die Entstehung der Spionage-Software Pegasus und über die Gründe seines Ausstiegs spricht einer der Gründer des israelischen Herstellers NSO mit der Zeit. Er findet, dass Programme wie Pegasus keine „Handelsware“ sein sollten.

Venedig betreibt Touristen-Tracking. Ein Überwachungssystem liefert Echtzeit-Informationen darüber, wie viele Personen sich gerade wo in der Stadt aufhalten, woher sie kommen und wie lange sie in der Stadt sind.

 

Zu guter Letzt …

Sag dem Passwort leise Servus. Bei Microsoft kann man sich ab sofort auch ohne Passwort anmelden, Google führt standardmäßig eine Zwei-Faktor-Identifizierung bis Ende 2021 ein.

Digitale Agenda kw41 / 2019

 

Halle und das Netz

Das Web ist eine Vervielfältigungsmaschine, das trifft auch auf Terroranschläge zu. Der rechtsextremistische Anschlag in Halle sollte Gleichgesinnten zeigen, wie es geht, und sie zu mehr Anschlägen animieren – so wie der Täter selbst vom Christchurch-Attentäter gelernt und dazu animiert wurde.

Die Tat wurde über die Gaming-Plattform Twitch gestreamt. Live dabei waren nur fünf Zuschauer, trotzdem ist das Video danach tausendfach im Netz verbreitet worden. Das Besondere an Twitch: Man kann dort Live-Übertragungen mitschneiden.

Auch der Täter selbst hat im Netz gelernt. Er ist Teil einer globalen Gemeinde junger, weißer Männer, die sich gegenseitig in rassistischen, antisemitischen, und frauenfeindlichen Äußerungen – und Taten – zu übertreffen versuchen. 

Was diese Männer antreibt? Darüber sollten wir unbedingt reden.

 

Digitales Leben

Der Wirtschaftskrieg gegen China weitet sich aus. Die schwarze Liste der USA umfasst nun auch das weltweit wertvollste Startup für Künstliche Intelligenz. Zugleich warnen EU-Kommission und die USA vor Spionage über das 5G-Netz. 

7,5 Millionen Online-Retouren landen im Müll, ermittelte eine Studie der Uni Bamberg. Etwa 40 Prozent der Artikel könnten gespendet oder wiederverwertet werden. Für solche Spenden fordert der Digitalverband Bitkom steuerliche Erleichterungen. 

Internetfirmen sollen mehr Steuern zahlen, sagt die OECD. Die Organisation für Europäische Zusammenarbeit und Entwicklung hat einen Vorschlag für eine international einheitliche Besteuerung vorgelegt.

Twitter nutzte Mail-Adressen und Telefonnummern für Werbung. Die persönlichen Daten wurden von den Nutzern eigentlich für die Zwei-Faktor-Identifizierung hinterlegt. 

Die netzpolitischen Positionen der Kandidatenpaare für den SPD-Parteivorsitz hat sich Netzpolitik.de im Detail angeschaut.  Nur zwei Paare bewegen sich inhaltlich jenseits der Floskeln. 

 

Zu guter Letzt …

Porsche will mit Boeing in die Luft gehen. Den beiden Firmen schweben elektrisch angetriebene Senkrechtstarter für den innerstädtischen Einsatz vor. Das Wort „Flugtaxi“ dürfte hier nicht unbedingt zutreffen. Porsche und Boeing wollen erstmal „das Marktpotenzial für elektrische Premium-Flugautos und ihre Einsatzmöglichkeiten in dicht bevölkerten Städten“ untersuchen.