Schlagwort-Archive: Wahlprogramme

Digitale Agenda kw34 / 2021

 

Wahlkampf

Der Wahlkampf findet dieses Jahr digital statt. Angesichts erneuter Einschränkungen konzentrieren Parteien ihre Werbung auf traditionelle Medien und soziale Netzwerke. Der Spiegel hat die Werbestrategien der Parteien auf Facebook, YouTube & Co analysiert.

Was die Parteien im Bereich Digitales anzubieten haben, hat die Stiftung Neue Verantwortung analysiert (Zusammenfassung auf Netzpolitik.de). 

Wer die Programme ungefiltert lesen will: Hier geht’s direkt zu CDU und CSU, SPD, Grüne, FDP, AfD, Freie Wähler.

 

Digitales Leben

Massenüberwachung: Regierung speilt auf Zeit. Die Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), wonach Massenüberwachung nur unter Einhaltung von Regeln stattfinden darf, lässt lange auf sich warten. 

Google-Tochter lässt Robotertaxis in San Francisco fahren. Es ist bereits die zweite Stadt in den USA, in der Waymo den Regelbetrieb mit selbstfahrenden Autos aufnimmt, vorerst jedoch zur Sicherheit mit einem menschlichen Begleiter. 

Biden nimmt Tech-Giganten in die Pflicht. Der US-Präsident berief einen Tech-Gipfel mit den Chefs von Apple, Microsoft, IBM und Amazon, um mit ihnen die steigenden Gefahren für die Cybersicherheit zu diskutieren. 

Abmahnungen auf Open-Source-Lizenzen. Auch die Nutzung von Inhalten, die unter Creative Commons-Lizenzen genutzt werden, kann abgemahnt werden, wenn bestimmte Regeln nicht eingehalten werden. 

Amazon AWS baut eigenen Quantencomputer. Der Cloud Computing-Marktführer hat hierfür ein eigenes Entwicklungsteam angeheuert, dessen Leiter auch schon ein Max-Planck-Institut geleitet hat.

 

Zu guter Letzt …

OnlyFans – alles Porno, oder was? Ende letzter Woche kündigte die Content-Plattform an, ab Oktober keine Inhalte mit „explizit sexuellem Verhalten“ mehr anzubieten. Der Grund: Banken und Kreditkartenbetreiber hatten etwas dagegen. Das Problem: Die Plattform ist Heimat für Tausende unabhängiger Sexworker. Die Lösung: Öffentlicher Druck brachte die Banker dazu, ihre Entscheidung zu revidieren.

Digitale Agenda kw32 / 2017

 

Angst vor Künstlicher Intelligenz

Die ersten KI-Anwendungen sind bereits im Einsatz und Pioniere wie IBM machen mit Systemen wie Watson die ersten Umsätze, auch wenn die Hürden für einen breiten Einsatz in den Unternemen noch groß sind (McKinsey).

Angst und Vorbehalte gegenüber KI sind in der Bevölkerung jedoch sehr hoch, fand jetzt eine Studie von PwC heraus. 51 Prozent der befragten Deutschen räumten ein, dass Ihnen die Entwicklung Angst mache.

Zweifel an die Fähigkeiten der Entwickler sind angebracht, wenn letztere ihre eigenen Vorurteile in Code umsetzen (Süddeutsche).

Zweifel an der Beherrschbarkeit der Technik äußern selbst altgediente Pioniere wie John Cohn im Interview mit der FAZ.

Wenn Software ihre eigenen Algorithmen schreibt, ist der Mensch vor den Maschinen noch sicher? (Zeit)

 

Digitale Welt

Männer sind Frauen überlegen und deswegen die besseren Software-Entwickler, argumentierte ein Google-Mitarbeiter in einem „Manifest„, das er intern zirkulierte. Er ist inzwischen seinen Job los, Silicon Valley seine Sexismus-Debatte noch lange nicht (FAZ). Letztere tobt inzwischen auch in Deutschland (Zeit).

Die netzpolitischen Wahlprogramme der Parteien analysiert derzeit in einer Artikelserie Netzpolitik.org. Teil 1 über Transparenz und offene Daten und Teil 2 über eGovernment sind schon live.

Facebook kommt mit dem Löschen nicht mehr nach, deswegen entsteht in Deutschland im Herbst ein zweites  Löschzentrum mit 500 Mitarbeitern in Essen. Das Berliner Löschzentrum wird auf 700 Mitarbeiter aufgestockt (Zeit).

Google Home will sehr viel wissen, sagen Testberichte (Zeit, Spiegel, Welt) über den hörenden Lautsprecher, der jetzt auch in Deutschland erhältlich ist. Sein Datenhunger ist immens, sein tatsächlicher Nutzen noch eher übersichtlich.

Von wegen Informationsfreiheit. Politiker umgehen gerne ihre Informationspflicht gegenüber dem Bürger, indem sie wichtige Unterlagen vom Bundesarchiv an politische Stiftungen auslagern (Netzpolitik.org). „Eine fragwürdige Praxis„, findet Datenschützer Johannes Caspar.

 

Zu guter Letzt …

Biohacker verstecken Malware in DNA. Einer Forschergruppe der Universität Washington ist es gelungen, ein Computervirus in DNA-Strängen unterzubringen. Wenn ein Gen-Sequencer einen solchen Strang analysiert, transformieren sich die Analysedaten in eine Software, die die Kontrolle über den auswertenden Computer übernimmt. Solche Fähigkeiten sind heute zwar eher Geheimdiensten als Kriminellen zuzutrauen; andererseits wird DNA-Sequencing in der Forschung immer populärer und Industriespionage ist nach wie vor ein reelles Problem (Wired).