Schlagwort-Archive: Windiws 10

Digitale Agenda kw17

 

Digitalisierung der Industrie

Die Präsenz der IT auf der Hannover Messe war dieses Jahr nicht zu übersehen. Nicht nur die üblichen IT-Schwergewichte wie Microsoft und IBM waren da, sogar Google machte einen seiner seltenen Auftritte auf einer Messe (Handelsblatt).

Es wird ernst mit der Digitalisierung der Produktion. Vieles ist möglich (Computerwoche) und das wirtschaftliche Potenzial von Industrie 4.0 ist enorm (Handelsblatt), doch zuerst gibt es einige richtig dicke Bretter zu bohren:

  • Die Sicherheit der Anlagen muss gewährleistet werden (Computerwoche).
  • Patente und geistiges Eigentum müssen geschützt werden (HandelsblattFAZ)
  • Die bestehenden Mitarbeiter müssen mitgenommen werden (Handelsblatt).
  • Die IT-Branche muss die richtigen Lösungen entwickeln (silicon.de über das Beispiel Cisco).
  • Es braucht viele IT-Spezialisten, die erst noch ausgebildet werden müssen (Handelsblatt).
  • Rechtliche Fragen müssen geklärt werden (ein erster Leitfaden dazu kommt vom Bitkom).

Viel zu tun, auch für die Politik. Kein Wunder, dass es beim nächsten G7-Treffen in Japan viel um Digitalthemen gehen wird (Bitkom).

 

TECHNIK & IT-MANAGEMENT

Die Probleme beim Aufsetzen von Analytics-Projekten hat die Unternehmensberatung Capgemini unter die Lupe gekommen und ist in einer neuen Studie zum Schluss gekommen, dass es vor allem an der Datenintegration hapert (Computerwoche).

Hacker sind besonders scharf auf Gesundheitsdaten, findet der neue Security Report von IBM. Patientenakten haben sich zur absolut heißen Ware auf dem Internet-Schwarzmarkt entwickelt, weil sie lange haltbar sind und ihre Opfer erpressbar machen (silicon.de).

Die Fachbegriffe der Künstlichen Intelligenz wie Machine Learning, Cognitive Computing oder Deep Learning erklären Katherine Noyes und Simon Hülsböhmer kurz und bündig auf CIO.de.

Die Datenschutz-Empfehlungen für Windows 10 hat der Datenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg aktualisiert (PDF). Abgeschaltet gehören vor allem die Werbungs-ID, der SmartScreen-Filter, das Tracking von Eingabe- und Schreibverhalten sowie die Sprachliste (silicon.de).

Über den Secure Browser von Citrix lassen sich XenApp-Applikationen mit wenigen Klicks als Web-Anwendung bereitstellen. Gabe Knuth erklärt auf SearchDatacenter.de, was es mit dem Tool auf sich hat und für wen genau es in Frage kommt.

Microsoft experimentiert mit DNA-Speichern und hat hierfür zehn Millionen Stränge synthetischer DNA bei Twist Bioscience gekauft. Auf DNA gespeicherte Daten halten gut 500 Jahre, zudem kann auf nur einem Gramm DNA ein Zettabyte (eine Milliarde Terabyte) untergebracht werden (Golem.de).

Die Bundeswehr hat eine neue Cyber-Abwehrtruppe und sucht händeringend nach Experten, die ihre ehrgeizigen Pläne in die Tat umsetzen sollen. Die Zeit fragt sich, ob Nerds und Uniformen wirklich zusammenpassen und Netzpolitik.org nimmt die Pläne mal gründlich unter die Lupe.

    

Zu guter Letzt …

Wie Facebook sauber und gewaltfrei gehalten wird, schildert Till Briegleb auf Süddeutsche.de. Es sind eben nicht nur Algorithmen, sondern auch viele Menschen, die den ganzen Tag Gewaltszenen aussortieren müssen. Nach zwei Jahren sind sie „verbraucht“ und werden gekündigt.

Digitale Agenda kw28

 

Hacker hacken Hacker

Gäbe es solche Geschichten nicht, müsste man sie glatt erfinden. Wenn ein Unternehmen, das ‚Hacking Team‘ heißt und Spionage-Software verkauft (Werbung auf der Website: „Installieren Sie einen Geheimagenten“) von anderen Hackern gehackt wird und 400 GB an empfindlichen Daten veröffentlicht werden, dann sind die Schenkelklopfer gewiss (Zeit.de).

Wenn dann auch Passwörter wie ‚Password‘ darunter sind, ist die Schadenfreude groß – vor allem weil es guten Grund dazu gibt. Das italienische Unternehmen verkaufte seine Software auch an dubiose Regime wie dem von Sudan. Jetzt ist es raus und dazu noch der Source-Code seiner Tools auf Github – zum Herunterladen auch für Kriminelle (heise.de).

Wahrscheinlich war es die Konkurrenz. Das Geschäft mit Spionage ist ebenso lukrativ wie umkämpft, wie auch der Fall der Hackergruppe Morpho zeigt, die jetzt von Symantec entdeckt wurde. Diese Jungs sind auf Industriespionage spezialisiert und haben eine prominente Opferliste (silicon.de).

Andererseits – wer braucht schon Hacker wenn die Regierungen in USA und Großbritannien ihre Pläne wahr machen, Verschlüsselung nur dann zu erlauben, wenn ihnen der Generalschlüssel ausgehändigt wird (heise.de). Prominente Security-Forscher warnen (PDF), die Terror-Paranoia hat aber die stärkere Lobby (heise.de).

 

IT-MANAGEMENT

Mainframes und Cobol mögen nicht sonderlich sexy sein, totzukriegen sind sie aber auch nicht. Im Gegenteil: Noch laufen 70 bis 80 Prozent aller Geschäftstransaktionen weltweit über Mainframes und CIOs denken nicht im Traum daran, ihre dicken Hobel loszuwerden (silicon.de). Cobol-Programmierer könnten demnächst zu den bestbezahlten Fachkräften der Branche gehören (HackerRank.com).

Einige Gedanken über Security im Internet der Dinge macht sich Colin Neagle auf CIO.de. Das ist alles andere als verfrüht. So exotisch das Thema heute klingen mag: Die Geräte und Anwendungen sind schon unterwegs und mit ihnen Sicherheitsrisiken, die man heute kaum richtig erfassen kann.

 


Whitepaper: Zu lockerer Umgang mit sensiblen Informationen

Das Thema Sicherheit ist bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nicht mehr ein lästiger Kostenfaktor, sondern eher ein definierender Teil ihrer IT-Infrastruktur. Ray Biggs, Leiter für KMU-Forschung bei IDC, erläutert die aktuellen Sicherheitspraktiken und -risiken bei KMUs sowie das Bedrohungspotenzial durch mobile Geräte.
Hier geht’s zum Download.


 

TECHNIK

Tipps für die bessere Nutzung von Office 365 gibt IT-Berater Thomas Joos auf Computerwoche.de. Microsofts Cloud-Office hat einige Eigenheiten, die Admins und professionelle Anwender auf der Rechnung haben sollten.

10 Millionen Server weltweit laufen leer, ergab eine Untersuchung der Uni Stanford (silicon.de). Sie verbrauchen 4 Gigawatt an Energie, kosten Lizenzgebühren und beschäftigen Admins, erfüllen aber keine Aufgabe.

Eine Entwicklungsumgebung für Business-Anwendungen und Apps hat die Software AG Anfang des Jahres vorgestellt, jetzt kam die erste Erweiterung der Cloud-Plattform. Mit neuen Funktionen für Reporting, Streaming Analytics und Apps (Cloudcomputing-Insider.de).

 

Zu guter Letzt …

Microsoft entlässt – Windows Phone? 7.800 Stellen sollen gestrichen werden, vor allem in der ehemaligen Handy-Sparte von Nokia. Hinzu kommt eine Abschreibung von 7,6 Milliarden Dollar aus der Übernahme von Nokia (Handelsblatt). Microsoft scheint aus der eigenen Smartphone-Produktion auszusteigen, die Zukunft von Windows Phone ist offen.