- Deepfakes, KI-Preiskrieg, Mythos, Papst-Enzyklika, Polymarket
Diese Woche
EU will Abhängigkeit bei Halbleitern und Satellitendiensten reduzieren
EU-Digitalkommissarin Virkkunen will nächste Woche den Entwurf für einen zweiten Chips Act vorstellen, um die europäische Halbleiterproduktion zu stärken, da in den letzten Jahren einige geplante Großprojekte wie die Intel-Fab scheiterten. Außerdem will die EU-Kommission weniger Lizenzen für sicherheitsrelevante Frequenzen an ausländische Satellitendienste vergeben, um die Abhängigkeit von den USA bei Mobilfunkdiensten zu reduzieren.
Der Papst will die Menschenwürde im KI-Zeitalter retten
Der Untertitel der ersten Enzyklika von Papst Leo verrät bereits, worum es ihm geht, nämlich um „die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“. Er hat in dieser Mission nicht nur prominente Mitstreiter aus dem Silicon Valley, sondern auch große Teile der jungen Generation Z, die KI kritisch gegenüber stehen. Jüngst wurden KI-Optimisten wie Ex-Google-Chef Eric Schmidt von Uni-Absolventen ausgebuht, während kritische Stimmen wie Apple-Mitgründer Steve Wozniak bejubelt werden.
EU bestraft Temu wegen des Verkaufs gefährlicher Produkte
Die chinesische Handelsplattform muss eine Geldbuße in Höhe von 200 Millionen Euro bezahlen, weil sie unsicheres Kinderspielzeug, überhitzende Ladegeräte und Produkte mit giftigen Chemikalien verkauft hat.
Polymarket-Wetten gewinnen kriminelle Züge
Im März erhielt ein israelischer Journalist Morddrohungen im Versuch, seine Berichterstattung zu ändern, nun wurde ein Google-Entwickler angeklagt, weil er mit Insder-Informationen auf Polymarket 1,2 Millionen Dollar verdient haben soll. Derweil stehen Dienste wie Polymarket unter dem Schutz der Regierung Trump, während seine Familie kräftig daran verdient.
DeepSeek startet KI-Preiskrieg
Der chinesische KI-Anbieter senkt die Preise für sein bestes Modell dauerhaft um 75 Prozent, weil er nach eigenen Angaben die Effizienz seiner Modelle um dieselbe Prozentzahl erhöhen konnte. Die Preissenkung ist vor allem für Unternehmen interessant, die das DeepSeek-Modell selbst hosten wollen.
Tech
Anthropic nennt Zeitrahmen für Freigabe von ‚Mythos‘
Modelle der Mythos-Klasse sollen „in den nächsten Wochen für alle Kunden verfügbar“ werden, da die Entwicklung der nötigen Schutzmaßnahmen Fortschritte mache, kündigte das Unternehmen an. Zugleich stellte es mit Claude Opus 4.8 sein neues Flaggschiffmodell an, das viermal weniger unbemerkte Fehler mache.
Google stellt Technologie zur Erkennung von Deepfakes vor
Die Funktion „Ähnlichkeitserkennung“ soll zunächst YouTube-Nutzern zur Verfügung stehen, die herausfinden wollen, ob und wo auf der Plattform Deepfakes von ihnen kursieren. Dazu müssen sie ein Ausweisfoto oder ein Videoselfie von sich hochladen. Google verspricht, diese Aufnahmen nicht für das Training seiner KI zu verwenden.
Apple verstärkt iPhone-Diebstahlschutz und erschwert Ortung
Um zu erkennen, ob ein entsperrtes Handy jemandem aus der Hand gerissen wurde, analysiert das Betriebssystem eine Kombination aus verschiedenen Indikatoren wie Bewegungssensor, WLAN oder in der Nähe befindliche Bluetooth-Geräte. Apple-Geräte mit den neuen C1- und C1X-Modems können die Funktion „Genauen Standort beschränken“ nutzen, um den Datenabfluss an den Mobilfunkbetreiber einzuschränken.
Digitale Arbeit
Das sind die von der KI am meisten bedrohten IT-Jobs
KI-Agenten übernehmen zunehmend klar beschreibbare und überprüfbare Tasks wie Coding, Reviews, Deployment oder Pull-Request-Zyklen. Doch auch anspruchsvollere Tätigkeiten in der IT sind im Visier der KI, wie eine neue Studie verrät.
Tokenmaxxing – eine Vorgabe, die einfach nur dumm ist
Neuerdings misst Meta die Produktivität ihrer Entwickler über ihren jeweiligen Verbrauch an Tokens der Programmier-KI Claude Code. Warum das eine idiotische Idee ist, erklärt ein altgedienter Entwickler.
Zu guter Letzt …
Warum Chefs auf den KI-Hype reinfallen
… erklärt einer, der es wissen müsste: Aaron Levie ist selbst Gründer und Chef des Technologieunternehmens Box, dessen Plattform auch KI-Features bietet. Seiner Ansicht nach sehen Chefs häufig nur die tollen Ergebnisse, berücksichtigen aber nicht all die Schritte, die notwendig sind, um auch nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Stattdessen sollten sie lieber KI selbst intensiv nutzen, um ein Gefühl sowohl für die Vorteile als auch für den dafür nötigen Aufwand zu bekommen, schrieb er auf Twitter.
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