Digitale Agenda kw45

 

Android for Work

Die Business-Tauglichkeit von Android ist für die meisten Experten nicht wirklich erwiesen, vor allem aus Sicherheitsgründen. Doch Google scheint es mit seinen Plänen ernst zu meinen, das mobile Betriebssystem auch im Business-Umfeld zu etablieren.

Android for Work, die Container-basierte Plattform für den Betrieb von Firmenanwendungen auf Android-Geräten, wird inzwischen von 19.000 Firmen betrieben oder getestet, meldet Google. Das Unternehmen konnte außerdem rund 80 Software-Partner rekrutieren und liefert seit August regelmäßig Security-Patches für die eigenen Nexus-Geräte (ZDnet.deInformationWeek).

Androids Problem sind eigentlich die Hardware-Hersteller. Sie reichern Android mit eigenen Funktionen an, die sich als Sicherheitslücken erweisen, wie Google diese Woche nachgewiesen hat (heise.de). Mit denen soll nun eine neue, businesstaugliche Kooperationsbasis gefunden werden.

Das Modell dazu könnte BlackBerry liefern, das letzte Woche sein erstes Android-Smartphone vorgestellt hat und wie Google selbst monatliche Security-Updates liefern will (silicon.de).

Ist Android damit sicher genug fürs Unternehmen? Der Mobile-Experte Mark Zimmermann zeigt sich in einem zweiteiligen Artikel auf computerwoche.de noch nicht ganz überzeugt. Was ihm Sorgen bereitet sind außer den bisher spärlichen Updates vor allem die Consumer-Funktionen, die für seinen Geschmack zu gesprächig sind, besonders in Kombination mit Googles Datensammelei.

 

IT-MANAGEMENT

1Password gibt’s jetzt auch für Gruppen. Der beliebte Dienst zur Passwort-Verwaltung will mit 1Password for Teams sich auch bei Unternehmen etablieren. Das Produkt tut genau das, was der Name verspricht, in bewährt komfortabler Manier inklusive Admin-Funktion (t3n.de).

Die Konten privilegierter Benutzer müssen anders und viel intelligenter geschützt werden, meint Martin Kuppinger auf SearchSecurity.de, denn sie werden von Hackern als solche identifiziert und sind Ziele geduldiger und raffinierter Attacken, die viel Schaden anrichten können.

 

TECHNIK

Bei der Telekom gibt es nur noch eine Cloud. Von Infrastructure- und Platform-as-a-Service bis zu Cloud-Anwendungen für Großunternehmen und Mittelständler – die Telekom will der größte Cloud-Anbieter in Europa werden und vereint alle Aktivitäten unter dem Dach der Telekom Cloud (silicon.de).

Ist Deduplikation auf Flash-Systemen sinnvoll? Doc Storage erklärt auf speicherguide.de, welche Nebenwirkungen Deduplikation bei Flash-Speichersystemen haben kann und wie Datenkompression bei dieser Rechnung ins Spiel kommt.

Gmail beantwortet Emails jetzt selbst. Ab Ende dieser Woche soll Nutzern der englischsprachigen Gmail-Version eine neue Funktion namens Smart Reply zur Verfügung stehen, die den Inhalt einer empfangener Email „versteht“ und daraufhin die passende Antwort vorschlägt (Süddeutsche).

 

Zu guter Letzt …

Amazon eröffnet einen richtigen Buchladen. Seit Dienstag gibt es in Amazons Heimatstadt Seattle Bücher zum Anfassen – in der selben Shopping-Mall, in der Konkurrent Barnes & Noble 2011 seinen eigenen Buchladen dicht machte. Bewertet werden die Bücher übrigens auf Papier (Handelsblatt).

iPhone-Jailbreak ist 1 Million Dollar wert. Diese Summe hat der Security-Anbieter Zerodium an eine Hackergruppe ausgezahlt, die einen Weg gefunden hat, iPhones mit iOS 9 remote über den Browser zu hacken. Zerodium will das Verfahren erst an seine Kunden verkaufen, bevor es mit Apple spricht (Zeit.de).