Digitale Agenda kw08 / 2021

 

Australien vs. Facebook II

Die Kraftprobe zwischen Australien und Facebook eskalierte zunächst weiter, bevor sie mit einem Kompromiss endete. Das neue Mediengesetz wurde etwas modifiziert, Facebook schaltete wieder die Seiten der Medienhäuser frei und will Journalismus mit 1 Milliarde Dollar fördern.

War die Eskalation nötig? Nicht unbedingt, meint die ZEIT, und schlägt eine Digitalsteuer vor. Bedarf für eine umfassende Regulierung der sozialen Netzwerke gibt es dennoch.

Das Thema wird uns noch eine Weile begleiten. Mächtige Plattformen wie WhatsApp nutzen ihre Marktstellung immer wieder aus, um Steuern zu vermeiden oder noch mehr Daten abzugreifen.

 

Digitales Leben

Datenschutzskandal bei Amazon. Die Online-Handelsplattform habe seinen Datenbestand nicht im Griff und könne die DSGVO-Richtlinien nicht einhalten, sagten drei Whistleblower gegenüber der US-Presse. 

Mobilfunkausbau verläuft chaotisch. Andreas Scheuers „Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft“ hat zwei Jahre nach der Ankündigung immer noch keine gültige Steuernummer, bekommt aber regelmäßig Post vom Bundesrechnungshof.

Uber-Fahrer sind Angestellte, nicht Selbständige, urteilte das Londoner Supreme Court. Damit wackelt das Geschäftsmodell von Uber und anderen Plattformen wie Deliveroo. Auch die EU bereitet eine Regelung für Plattformarbeiter vor. 

Google entlässt noch eine KI-Forscherin. Ebenso wie Timnit Gebru arbeitete Margaret Mitchell an einem Paper, das sich mit ethischen Richtlinien beim Einsatz Künstlicher Intelligenz beschäftigt. 

Firefox bietet neue Methode gegen Tracking. Cookies werden jetzt getrennt nach Anbieter gespeichert, jeder Anbieter kann nur noch auf die eigenen Cookies zugreifen. 

DSGVO-Hilfe für Vereine bietet die Datenschutzbehörde von Baden-Württemberg über einen Textgenerator, der über das Ausfüllen eines Formulars den passenden Datenschutztext generiert. 

 

Zu guter Letzt …

Chrome auf dem Mac ist ein Speicherfresser mit einem bis zu 24-fachen Datenverbrauch im Vergleich zu Safari. Dafür hat Googles Betriebssystem ChromeOS inzwischen Apples MacOS im Markt überflügelt.