Digitale Agenda kw19 / 2021

 

WhatsApp

WhatsApp ändert morgen seine Nutzungsbedingungen. Was bei Nichtzustimmung passiert, ist offiziell nicht bekannt. Es wird jedoch damit gerechnet, dass die App trotzdem noch eine Weile nutzbar bleibt.

Datenschützer will WhatsApp ausbremsen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte hat eine Anordnung erlassen, die es Facebook verbietet, personenbezogene Daten von WhatsApp zu verarbeiten.

Die Polizei kann bei WhatsApp längst mitlesen. Laut einem internen Dokument des Bundeskriminalamts verfügt die Behörde seit drei Jahren über eine Methode, Chats „in Echtzeit nachzuvollziehen„. 

 

Digitales Leben

Colonial Pipeline in den USA gehackt. Die Hacker der russischen Darkside-Gruppe wollten nur Geld (und bekamen es auch), verursachten aber auch reichlich Chaos. Ein Warnschuss für Deutschland?

Wettlauf um den Corona-Ausweis. Österreichs Bundeskanzler will als erster den digitalen Impfausweis einführen. Und die österreichische Check-In-App soll den Corona-Status ihrer Nutzer zentral speichern. 

‚Instagram für Kinder‘ soll verhindert werden. Facebook arbeitet an einer Variante für Kinder unter 13 Jahren. Die Generalstaatsanwälte aus 44 amerikanischen Bundesstaaten wollen den Plan stoppen.

IBM will 2-Nanometer-Chips produzieren. Produziert wird aktuell überwiegend in 5- oder 7-Nanometer-Technologie. Die neuen Chips sind um 75 Prozent sparsamer und um 45 Prozent leistungsfähiger. 

Apples AirTags doch nicht gegen Stalking geschützt. Die kleinen Anhänger sollen Schlüsselbunde wieder auffindbar machen, falls man sie verlegt. Durch Design-Mängel sind sie allerdings auch Stalking-tauglich.  

 

Zu guter Letzt …

Konrad Zuses Z3 wird 80 Jahre alt. Der Vorläufer des ersten digitalen Computers wurde im Mai 1941 erstmals in Betrieb genommen. Er setzte bereits auf das binäre Zahlensystem und nutzte Lockkarten, wurde aber von der deutschen Kriegswirtschaft ignoriert.