Die Nachrichten der Woche aus der digitalen Welt, jeden Freitag Nachmittag.

Digitale Agenda KW 32 | 2025

Diese Woche

Bundesverfassungsrichter reglementiert den Einsatz von Staatstrojanern
Der Einsatz von staatlicher Spionagesoftware wegen Straftaten, auf die weniger als drei Jahre Höchststrafe stehen, ist nicht verhältnismäßig und deshalb unzulässig, urteilte das Bundesverfassungsgericht am Donnerstag. Im Jahr 2023 wurden Staatstrojaner 130 Mal eingesetzt, überwiegend zur Ermittlung von Drogendelikten. 

KI kann alles außer nachhaltig
Die führenden KI-Firmen sind im Wettstreit um den Bau neuer Rechenzentren und wollen in den nächsten fünf bis zehn Jahren mehr als 2 Billionen Dollar dafür investieren. Dieses Volumen könnte eine Finanzkrise auslösen. Derweil wird die Energieversorgung für existierende Rechenzentren langsam knapp. 

Donald Trump mischt wieder die Tech-Szene auf
Der US-Präsident wirft dem neuen Intel-Chef Lip-Bu Tan einen gravierenden Interessenkonflikt vor, weil er in der Vergangenheit Geschäfte mit dem chinesischen Militär gemacht haben soll. Und Apple-Chef Tim Cook beugt sich dem Sanktionsdruck und will 100 Milliarden Dollar zusätzlich in die einheimische Produktion investieren. 

Anlaufprobleme bei der Altersverifizierung in Großbritannien
Pornoseiten sollen Besucher nur noch nach Altersverifizierung hineinlassen, Soziale Netzwerke keine jugendgefährdenden Inhalte zeigen. Die praktische Implementierung ist jedoch von Pannen gekennzeichnet und das Gesetz selbst lässt die Tür zur Zensur weit offen. 

Google passt seine Suche dem KI-Zeitalter an
Subtile Änderungen, markierte Anzeigen und unmotiviert erscheinende Maps-Ergebnisseiten werden von Experten als Anzeichen bewertet, dass Google seine Suche gerade nach KI-Gesichtspunkten verändert. Von einem Traffic-Einbruch bei Medien-Webseiten will Google derweil nichts wissen und wirft Verlagen ‚fehlerhafte Messmethoden‚ vor. 

Tech

OpenAI veröffentlicht GPT-5
Das neue ChatGPT kann im Dialog mit Nutzern verschiedene Persönlichkeiten imitieren, noch besser programmieren und sprechen, und angeblich weniger halluzinieren. Aufmerksamen Zuschauern der Einführungspräsentation sind mitunter fehlerhafte Charts aufgefallen. 

Perplexity soll KI-Crawler umgehen
Der Security-Spezialist Cloudflare, der neuerdings im Auftrag von Kunden auch KI-Bots blockiert, die Webseiten nach Inhalten absuchen, wirft der KI-Plattform vor, solche Sperren zu umgehen. Unterdessen wurden in einem KI-Trainingsdatensatz für Bildgeneratoren hochsensible private Dokumente wie z.B. Reisepässe entdeckt.

Besser surfen im Zug: Nicht sehr einfach
Zusammen mit Mobilfunkanbietern untersucht die Bahn, wie sie mithilfe von 5G-Technik eine stabile Internet-Versorgung für Reisende gewährleisten kann. Die Aufgabe sei anspruchsvoller als gedacht, hört man. 

Digitale Arbeit

Deutschland fehlen noch 109.000 IT-Fachkräfte
Obwohl diese Zahl um 40.000 niedriger ist als vor zwei Jahren, sehen die in einer Bitkom-Studie befragten Unternehmen keine wirkliche Abmilderung des Fachkräftemangels. Die meisten befürchten sogar eine Verschärfung der Situation in den nächsten Jahren. 

Das sind die Jobs mit dem intensivsten KI-Einsatz
Anhand von 200.000 Eingaben von Copilot-Nutzern identifizierten Microsoft-Forscher 40 Berufe, die am stärksten von KI betroffen sein könnten. Wenig überraschend stehen Berufe, in denen Texte erstellt werden oder mit Kunden kommuniziert wird, ganz oben auf der Liste. 

Zu guter Letzt ...

KI-generierte Videos vermüllen soziale Netzwerke
Einer Studie zufolge kommen Instagram und TikTok nicht ernsthaft ihrem Versprechen nach, KI-generierte Inhalte als solche zu kennzeichnen. Das Resultat seien Timelines voller KI-Müll, der noch dazu automatisch verbreitet wird. 

Newsletter

https://evm.digitale-agenda.blog/event.php?eh=d6872dea122e8667dd04&status=teilnehmer&src=WP&webcastgate=&page=

Suche

Suche

Aktuelle Beiträge

Themen