Diese Woche
Viel Bewegung in der Frage um digitale Souveränität
Die französische Regierung hat beschlossen, ihre Behörden von Zoom und Microsoft Teams abzukoppeln, und führt das Open-Source-Tool Visio für Videokonferenzen ein. In Bayern hingegen will die Landesregierung ihren Vertrag mit Microsoft um weitere fünf Jahre verlängern, trotz heftiger Kritik aus den eigenen Reihen. Unterdessen macht das EU-Parlament Vorschläge für mehr digitale Souveränität und Fujitsu startet eine souveräne KI-Plattform für Europa und Japan.
Die digitale Brieftasche der EU geht in die Testphase
Der sogenannte EUDI Wallet soll Mitte nächsten Jahres in Deutschland offiziell in Betrieb gehen. Während Behörden und Unternehmen deren Funktionen in einer Testumgebung ausprobieren können, läuft in Sachsen ein erstes Pilotprojekt an.
KI-Schwergewichte planen neue Finanzierungsrunden
US-Medienberichten zufolge bereitet OpenAI eine Investitionsrunde von 100 Milliarden Dollar bei einer Unternehmensbewertung von inzwischen 830 Milliarden vor. Dagegen sieht die neue Finanzierungsrunde von Anthropic fast bescheiden aus: 20 Milliarden Dollar bei einem geschätzten Unternehmenswert von 350 Milliarden.
Berliner Gesundheitsdatenbank wird vorerst nicht realisiert
Nach einem Brandbrief der Berliner Datenschutzbeauftragten kommt die von der regierenden schwarz-roten Koalition vorgeschlagene Gesundheitsdatenbank erstmal nicht zustande. Das Projekt sollte anonymisierte Daten der Wissenschaft zur Verfügung stellen, ließ jedoch zu viele Fragen über den Umgang mit personenbezogenen Daten offen.
EU will strengere inhaltliche Kontrollen bei WhatsApp
Die EU-Kommission hat dem Mutterkonzern Meta vier Monate Zeit gegeben, um sich besser auf die Digitalgesetze der EU einzustellen. Verlangt wird insbesondere eine bessere Filterung von verbotenen Inhalten aus den öffentlichen Kanälen.
Tech
Moltbot – ein genialer, aber zwiespältiger KI-Assistent
Das Open-Source-Projekt eines österreichischen Entwicklers kann eine echte Hilfe im Alltag sein. Das Tool läuft zwar lokal, doch es muss Zugang zu allen Daten des Nutzers haben und die eigentliche KI-Arbeit erledigt Claude, die KI von Anthropic.
Erfahrungsbericht: Ein Monat mit dem KI-Assistenten von Gmail
CC heißt der neue experimentelle KI-Assistent von Google, mit dem Nutzer ausschließlich per Gmail interagieren. Ein Autor der Computerwoche hat ihn einen Monat lang ausprobiert.
EU will mehr KI-Vielfalt in Android sehen
Die EU arbeitet derzeit an einem Plan, nach dem KI-Wettbewerber von Google einen besseren Zugang zu Anwendungsdaten des Nutzers bekommen sollen. Hierfür soll Google die Daten seiner Suchmaschine mit anderen Anbietern teilen.
Digitale Arbeit
OpenAI stellt Tool für wissenschaftliches Schreiben vor
Prism basiert auf einer Software, die OpenAI hinzugekauft und mit Funktionalität von GPT 5.2 erweitert hat. Dieser KI-native Workspace soll wissenschaftliches Schreiben beschleunigen, insbesondere im Bereich der Analyse von Experimenten mit menschlichen Immunzellen.
Lassen Sie sich bei der Arbeit lieber nicht ablenken
Unterbrechungen kosten nicht nur wertvolle Arbeitszeit, sie schaden auch der Gesundheit, fand eine neue Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin heraus. Besonders belastend sind Unterbrechungen bei Tätigkeiten, die höchste Konzentration erfordern.
Zu guter Letzt ...
Weiterer Teilerfolg im Rechtsstreit um Social-Media-Sucht
Kurz nach dem Eigentümerwechsel von TikTok in den USA hat sich das Unternehmen auf einen Vergleich mit der 19-jährigen Klägerin aus Kalifornien geeinigt. Sie hatte TikTok, Facebook, YouTube und andere Social-Media-Plattformen mit dem Vorwurf verklagt, die Konzerne dahinter hätten ihre Dienste bewusst so gestaltet, dass Nutzerinnen und Nutzer süchtig danach werden. Der Ausgang der Klagen gegen Meta und Google ist noch offen.