Die Nachrichten der Woche aus der digitalen Welt, jeden Freitag Nachmittag.

Digitale Agenda KW 13 | 2026

Diese Woche

EU und Bundesregierung arbeiten an Gesetzen gegen Deepfakes
Das EU-Parlament hat für ein Verbot von KI-Anwendungen und Diensten gestimmt, die sexualisierte Bilder und Videos produzieren. Auch das deutsche Justizministerium arbeitet an einem Gesetz gegen digitale Gewalt, die Justizministerin lehnt jedoch eine Klarnamenpflicht im Internet ab. 

Meta und Google verlieren Verfahren um Social-Media-Sucht
Facebook, Instagram und YouTube seien bewusst so gestaltet worden, dass sie Nutzer süchtig machen, urteilten die Gerichte in zwei Verfahren in Kalifornien und New Mexico. Beide Konzerne müssen der Klägerin Entschädigung zahlen, Meta ist außerdem mit einer Geldstrafe belegt worden. 

Experten warnen vor KI-Nutzung bei Jugendlichen
Einer DAK-Studie zufolge entwickeln viele Kindern emotionale Bindungen zu KI-Chatbots, etwa ein Drittel fühlt sich von der KI „besser verstanden“. Und laut einer Umfrage des Bitkom empfindet jeder vierte der befragten Erwachsenen die KI manchmal wie eine digitale Bezugsperson. 

USA verbieten den Verkauf importierter WLAN-Router
Aus Gründen der nationalen Sicherheit sollen neue Router für Privatnutzer aus dem Ausland ab sofort keine Zulassung mehr bekommen. Die neue Regelung sieht vor, dass künftig die gesamte Herstellungskette, vom Design über die Chips bis hin zur Software, aus den USA stammen muss. 

Private Biometriedaten sollen zur Handelsware werden
Laut Bundesregierung sollen künftig staatlich erhobene Biometriedaten von Flugpassagieren an Fluglinien weitergegeben werden, angeblich um die Wartezeit an den Kontrollen zu verkürzen. Der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hatte bereits 2024 gewarnt, dass eine Weitergabe dem eigentlichen Verwendungszweck widersprechen würde.

Tech

Google präsentiert sich als Technologie-Powerhouse
Zu den technologischen Neuerungen, mit denen Google diese Woche von sich reden machte, gehören eine Komprimierung der LLM-Cache auf 3 Bit ohne Genauigkeitsverlust, die Absicherung von Android-Smartphones gegen Quantencomputer und das KI-gestützte Design von Benutzeroberflächen mithilfe von Stitch.

OpenAI präsentiert sich als Rakete mit defekter Steuerung
Alle paar Monate eine neue Produktstrategie: Die Pläne, ChatGPT zu einer Anwendungsplattform auszubauen, wurden ebenso verworfen wie der Plan, mit Werbung Geld zu verdienen. Nun wird der Bildgenerator Sora eingestellt und in ChatGPT integriert, während OpenAI sich laut Wall Street Journal künftig auf Unternehmensproduktivität, APIs und Software-Entwicklung konzentrieren will. Derweil wandert die Nutzerbasis zu Anthropic ab und Google macht den Umstieg zu Gemini attraktiver. 

Elon Musk träumt vom Einstieg ins Halbleitergeschäft
Mit „Terafab“ kündigte Musk die größte voll integrierte Chipfabrik der Welt in Texas an. In 2-Nanometer-Technologie sollen dort KI-Beschleuniger für Training und Inferencing hergestellt werden, aber auch Speicherchips und Solarzellen. Die Dimensionen dies Projekts sind dermaßen groß, dass die Terafab leicht ein Tera-Fail mit Ansage werden könnte. 

Digitale Arbeit

Meta testet Neuorganisation seiner Entwicklerteams
Im Rahmen eines Pilotprojekts versucht es Meta mit kleineren, aber funktionsübergreifenden Teams und flacheren Strukturen. Die Leistungsbewertungen und Beförderungen sollen dabei von KI-Systemen unterstützt werden.

Warum viele ’sinnlose Meetings‘ nicht so sinnlos sind
Wer aus Meetings immer konkrete Entscheidungen, Maßnahmen oder zumindest Einsichten erwartet, betrachtet sie häufig als völlig sinnlos. Doch Meetings dienen meistens anderen Zwecken, die alles andere als sinnlos sind. 

Zu guter Letzt ...

Ausgerechnet ‚KI-Verlierer‘ Apple verdient mit KI richtig Geld
Apple wird am Mittwoch nächster Woche 50 Jahre alt und zum Jubiläum gibt es die Tatsache zu feiern, dass der Konzern 2025 etwa 900 Millionen Dollar mit KI umgesetzt hat, nämlich aus dem Verkauf von KI-Apps im App Store. Damit wäre die jährliche Lizenzgebühr von einer Milliarde Dollar für Googles Gemini fast schon eingespielt. Apple Mitgründer Steve Wozniak ist übrigens von ChatGPT & Co. nicht sonderlich beeindruckt. Deren Erschaffer hätten die Funktionsweise des menschlichen Gehirns nicht besonders gut verstanden.

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