Die Nachrichten der Woche aus der digitalen Welt, jeden Freitag Nachmittag.

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Digitale Agenda KW 29 | 2022

Diese Woche

Irland droht, den Datentransfer in die USA zu verbieten
Ausgerechnet die sonst so laxe irische Datenschutzbehörde will gegenüber Facebook die DSGVO und das Schrems-II-Urteil durchsetzen, das den Transfer persönlicher Daten von EU-Bürgern in die USA verbietet. Facebook droht mit EU-Ausstieg 🙂

Entega-Kundendaten im Darknet veröffentlicht
Der Darmstädter Energieversorger war letzten Monat Opfer einer Ransomware-Attacke. Die Erpresser haben nun eine noch unbekannte Menge an Kundendaten ins Darknet gestellt, zum Teil inklusive Bankverbindung.  

Amazon gibt Aufnahmen privater Überwachungskameras an Polizei weiter
Videoaufnahmen von Amazons „intelligenter Türklingel“ Ring mit integrierter Videokamera wurden ohne richterliche Genehmigung an die Polizei weitergegeben. Die Stadt San Francisco will den Zugriff auf Live-Bilder legalisieren. 

Russische Millionenstrafen für Apple und YouTube
Die russische Medienaufsichtsbehörde verurteilte YouTube zu einem Bußgeld von 361 Millionen Euro wegen Verbreitung „illegaler Inhalte“. Die Höhe der Strafe für Apple wegen Missbrauchs seines iOS App Stores wird von der russischen Kartellbehörde erst noch festgelegt. 

Amazon verklagt Facebook wegen falscher Bewertungen
Amazon war letzten Februar hart gegen die größten Anbieter von Fake-Bewertungen vorgegangen, doch die haben offenbar ihr Unwesen auf Facebook weitergetrieben. Nun verklagt Amazon die Admins von 10.000 Facebook-Gruppen. 

Tech

Google startet Feldtest mit Nachfolger von Google Glass
Ausgewählte Mitarbeiter und Tester sollen die Brillen ab August in den USA in der Öffentlichkeit tragen. Die neuen AR-Brillen haben auch Kameras und Mikrofone, sollen aber primär Navigation und Informationen über die Umgebung bieten. 

Vorsicht, scharf schießender Roboterhund
Roboterhunde sind generell nicht besonders beliebt, wie zuletzt das gescheiterte Pilotprojekt der Polizei in New York zeigte – man assoziiert damit dystopische Kampfmaschinen. Nun ist das Video einer solchen aufgetaucht – vermutlich aus chinesischer Produktion. 

Verbraucherschützer verklagen Tesla
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat beim Landgericht Berlin Klage gegen Tesla eingereicht. Der Vorwurf: Die Wächterfunktion des Wagens, die die Umgebung des Autos filmt, sei nicht DSGVO-konform zu betreiben. 

Wie der CIO von Axa die IT des Konzerns reformiert
Die IT-Infrastruktur des Versicherers war organisch gewachsen und durch zahlreiche Firmenkäufe sehr divers geworden. Seit 2015 ist nun Stefan Lemke dabei, die IT auf eine neue Basis zu stellen. 

Digitale Arbeit

Viele Jobwechsel werden sehr schnell bedauert
Erst kam der Frust mit dem bisherigen Job, dann der Wechsel und schließlich die Reue. Eine Umfrage in den USA ergab, dass 17 Prozent der Jobwechsler wieder zu ihrem alten Job zurückkehren, 23 Prozent sind zumindest offen dafür. 

Interkulturelle Teams brauchen besonderes Management
Wenn Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern in einem Team zusammenkommen und die räumliche Distanz ein richtiges Kennenlernen verhindert, geht das häufig auf Kosten der guten Zusammenarbeit. Doch das lässt sich verhindern.   

Wie viel Datenkompetenz braucht die Fachabteilung?
Nicht jeder Mitarbeiter kann und muss ein Datenexperte werden, auch wenn so manche Unternehmensführung dies gerne hätte. Vielmehr sollten die verschiedenen Mitarbeiter die richtige Rolle bei der Datenarbeit für sich finden.  

5 Tipps für die digitale Transformation
Viele IT-Verantwortlichen fragen sich, nach welcher Methode sie die Digitalisierung angehen und vor allem, wie sie anfangen sollen. Der SAP Blog hat fünf Tipps parat, die das Knäuel im Kopf etwas entwirren könnten.

Zu guter Letzt ...

Der Name „Alexa“ ist für Menschen inzwischen ein No-Go
Was tun, wenn die Tochter wegen ihres Namens von ihren Mitschülern gemobbt wird? Das Verwaltungsgericht Göttingen hat nun einem Namenswechsel zugestimmt, damit das Kind nicht mehr wie Amazons digitale Assistentin heißt. 

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Digitale Agenda kw29 / 2017

 

Lernen, wie Maschinen lernen

Algorithmen werden von Menschen geschrieben – noch. Selbstlernende Systeme sollen bald bestehende Algorithmen verbessern und eigenständig neue schreiben.

Einer Maschine beim Lernen zusehen kann man über Videos, die die Google-Tochter DeepMind zur Verfügung gestellt hat. Zum Beispiel, wie sich ein virtuelles Strichmännchen das Laufen beibringt (Die Zeit).

Wer hat am Ende die Kontrolle? Je breiter Machine Learning eingesetzt wird, desto größer die Gefahr, echte Probleme zu verursachen, zum Beispiel im Straßenverkehr (Technology Review).

Wie Facebook und Google durch ihre Algorithmen jetzt schon unsere Wahrnehmung prägen und dadurch Massenmanipulation möglich machen, erklärt der Internet-Experte Frank Pasquale im Interview mit Netzpolitik.org.

 

Digitale Welt

Ermittler heben größten Darknet-Marktplatz aus. Ob Drogen, Waffen oder Diebesgut – auf Alpha Bay war all das und noch mehr zu bekommen. Der Europol-Chef spricht von „einer der größten Cyber-Crime-Ermittlungen der Kriminalgeschichte“ (Süddeutsche).

Googles Datenbrille versucht ein Comeback. Die als „Spanner-Brille“ in Verruf geratene Google Glass wird in Version 2 ein reines Arbeitsgerät sein, das nur an Firmen verkauft wird. In Deutschland haben Unternehmen wie Volkswagen die Brille bereits im Einsatz (FAZ, Wired).

Das WLAN des ICE ist unsicher – mal wieder. Schon vor neun Monaten hatte der Sprecher des Chaos Computer Clubs die Bahn auf die Lücke hingewiesen, über die sensible Nutzerdaten abgegriffen werden können (Süddeutsche).

Amazon bastelt an WhatsApp-Konkurrenten. „Anytime“ soll alles haben, was WhatsApp bereits bietet, und nicht einmal die Telefonnummer des Nutzers verlangen. Vom Geschäftsmodell her würde die App viel Sinn machen (t3n.de).

Warum Netflix Erfolg hat und Apple TV nicht, erklärt Axel Postinett in der Zeit. Wenn Apple Netflix nicht bald kauft (wie oft gemunkelt wird), dürfte der Streaming-Zug für den iPhone-Hersteller endgültig abgefahren sein.

Die gefragtesten IT-Jobs von morgen hat die Computerwoche im Rahmen einer Umfrage ermittelt. Security- und Datenspezialisten belegen weiterhin Spitzenpositionen, einige aktuell noch gefragte Profile geraten in den Hintergrund.

 

Zu guter Letzt …

Wer die AGBs nicht liest, muss das Klo putzen. Ein britischer WLAN-Anbieter erlaubte sich den Spaß, in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen Klauseln einzuschmuggeln, die seine Nutzer dazu verpflichten, die Klos eines Pop-Festivals zu putzen oder 1.000 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten. 22.000 Nutzer fielen herein, nur einer hat aufgepasst (Spiegel).