Diese Woche
KI-Konzerne sollen sich selbst regulieren
US-Präsident Trump hat die Chefs aller relevanten KI-Anbieter ins Weiße Haus eingeladen, um eine Lösung in Sachen KI-Regulierung zu finden. Herausgekommen ist lediglich die Vereinbarung über eine vierstufige Sicherheitsstruktur, die die Konzerne einhalten sollen, und ansonsten nur das Versprechen der Selbstregulierung.
Vorausgegangen waren Meldungen über weitere gehackte Unternehmen und das unerlaubte Publizieren von Nutzerbildern durch OpenAI sowie der Trainingsstopp des neuesten OpenAI-Modells.
KI-Rechenzentren treffen zunehmend auf Schwierigkeiten
Oracle hat die Zahlungen für ein 18-Milliarden-Dollar-Rechenzentrum in New Mexico mit der Begründung der höheren Gewalt eingestellt. Neben der schlechten wirtschaftlichen Situation des Konzerns dürfte die noch nicht geklärte Stromversorgung sowie Probleme mit der Finanzierung und der Genehmigung dafür verantwortlich sein. Ein Rechenzentrum von NorthPoint Development in Pennsylvania scheitert momentan am Widerstand der Anwohner, die nun ein Angebot über eine Entschädigung in Höhe jeweils von 10.000 Dollar vorliegen haben.
Google testet KI-Chips für Rechenzentren im All
Als Vorbereitung auf die Errichtung von Rechenzentren im All will Google kommende Woche einen Satelliten mit eigenen Chips in die Umlaufbahn schicken. Laut Elon Musk könnten Weltraumrechenzentren bereits 2029 günstiger sein als solche auf der Erde, doch unabhängige Analysen sind da pessimistischer.
EU-Parlament und EU-Länder uneins über Digitalen Euro
Während das Parlament strengere Regeln in Sachen Privatsphäre und die Einhaltung der DSGVO haben will, bestehen die EU-Länder auf mehr Datenspuren und Zahlungsüberwachung.
Frauen ziehen sich immer mehr aus dem Internet zurück
Laut einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Frauenrats schränken zwei Drittel aller Frauen ihre Aktivitäten im Netz ein und teilen weniger Fotos, weil diese als Vorlage für sexualisierte Deepfakes dienen können. Solche Bilder von 147 EU-Abgeordneten kursieren mittlerweile im Netz.
Tech
Nvidia stellt Governance-Plattfom für KI-Agenten vor
Die „Open Agent Safety Platform“ kombiniert Software mit einem Out-of-Band-Chip zu einem Referenzsystem, um KI-Agenten „vom Testing bis hin zum Deployment“ abzusichern und zu überwachen. Analysten begrüßen Nvidias Schritt, weisen jedoch darauf hin, dass die Plattform nur eine Komponente der Agentensicherheit darstellt.
KI-Agenten erfinden eigene Sprachen, um sich abzustimmen
Laut einer Studie des KI-Start-ups Emergence können autonome Agenten eigene Kurzsprachen entwickeln. Etwa 55 Prozent der damit verfassten Nachrichten waren für Menschen schwer oder überhaupt nicht verständlich, was wiederum die Überwachung der Agenten erschwert.
Cloud-Kosten senken im KI-Zeitalter – geht das?
In einer Umfrage bestätigen 88 Prozent der 300 befragten CFOs eine Erhöhung der Cloud-Budgets, finden jedoch, dass ein erheblicher Teil davon wirkungslos verpufft. Die Programmiersprache Java könnte sich für viele Unternehmen als Hebel zur Kostensenkung erweisen.
Digitale Arbeit
Souveränität beginnt beim eigenen Wissen
KI verleiht dem Thema Souveränität eine neue Dimension, denn sie verarbeitet Wissen – dem Kronjuwel eines Unternehmens schlechthin. Die Herausforderung besteht darin, dass dieses Wissen sowohl den Mitarbeitenden breit verfügbar gemacht als auch wirksam geschützt werden muss.
KI hat bisher kaum Personal überflüssig gemacht
Laut einer Studie der Harvard Business Review haben bisher nur 2 Prozent der 1.000 befragten Unternehmen tatsächlich Stellen gestrichen, weil eine bereits implementierte KI-Lösung die Arbeit übernommen hat. Die Zahl der Unternehmen, die entlassenes Personal wiedereinstellen müssen, wächst hingegen.
Zu guter Letzt …
Mark Zuckerberg versteht endlich sein Geschäftsmodell
Der Facebook-Gründer hat seine Vorliebe für weite Poloshirts entdeckt und will nun nach eigener Aussage „die 20 Poloshirts mit Kragen finden, die ihm am besten gefallen“. Dabei sei ihm aufgefallen, dass „wenn man erst mal ein paar Shirts gekauft hat, man plötzlich viel mehr Werbung für Shirts bekommt“.
Meta, Mark Zuckerbergs Konzern, soll übrigens dieses Jahr nach einer Prognose von eMarketer erstmals mehr Werbeeinnahmen erzielen als der bisherige Spitzenreiter Google.