Die Nachrichten der Woche aus der digitalen Welt, jeden Freitag Nachmittag.

Digitale Agenda KW 38 | 2026

Diese Woche

Große KI-Firmen plädieren für KI-Entschleunigung
Begleitet von den Stimmen zahlreicher KI-Experten warnen die Chefs von OpenAI, Anthropic und xAI vor den Gefahren einer entfesselter KI und fordern in seltener Einigkeit eine Verlangsamung der KI-Entwicklung.
→ Anthropic-Mitgründer fordert „Kill-Switch“ für KI
→ US-Republikaner wollen von einer KI-Regulierung nichts wissen, für Trump sind die Warnungen „ein Hoax
→ Die Bundesregierung nimmt KI-Warnungen „sehr ernst“
→ Experten fordern Dialog zwischen USA und China

EU plant Social Media Verbot für Jugendliche
Laut einem Eckpunktepapier der EU-Kommission sollen Social-Media-Plattformen zu Alterskontrollen verpflichtet werden. Netzpolitik hat das Papier analysiert und die Kritik dazu zusammengefasst. 

Smart Glasses sind auf dem Rückzug
Datenbrillen wie die von Meta sind kaum rechtssicher nutzbar, sagt der Hamburger Datenschutzbeauftragte. Apple hat die Vorstellung seiner eigenen Smart Glasses angesichts der gesellschaftlichen Ächtung zurückgestellt, Meta arbeitet jetzt an einem Modell ohne Kamera. 

KI-Training: „Diebstahl von beispiellosem Ausmaß“
Im Urheberrechtsstreit der New York Times gegen OpenAI und Microsoft wurden Aussagen von Führungskräften und interne Berichte veröffentlicht, die beide Tech-Konzerne schwer belasten. Aus den Unterlagen geht mitunter hervor, dass OpenAI eine Methode zur Umgehung der Paywall der New York Times entwickelt hatte.

Was Sie über den Cyber Resilience Act wissen sollten
Seit letzten Freitag ist die EU-Verordnung zur Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen in Kraft. Gemäß CRA müssen Hersteller Schwachstellen in den eigenen Produkten melden, wenn sie aktiv ausgenutzt wird und der Hersteller davon erfährt.

Tech

IT-Sicherheit im Zeitalter von Mythos & Co.
Aus einer ausführlichen Analyse des Hugging-Face-Vorfalls können Security-Verantwortliche viele Lehren ziehen. Unterdessen hat das Rennen um passende Lösungen begonnen. Eine davon sieht agentenbasierte Penetrationstests vor.

KI-Nutzung verändert unsere Sprache
Das Brand Science Institute hat untersucht, wie Menschen ihre Sprache durch intensive Nutzung von KI-Anwendungen verändern. Im Interview mit Telepolis erklärt Geschäftsführer Nils Andres den Einfluss von KI-Prompting auf die zwischenmenschliche Sprachkultur.

OpenAI testet „gesponserte Agenten“ in ChatGPT
Wenn einem Nutzer in ChatGPT Werbung angezeigt wird, soll mit einem Klick darauf Kontakt zu einem „gesponserten KI-Agenten“ aufnehmen können, um weitere Informationen zu erfragen. Das Angebot soll demnächst mit ausgewählten Kunden in den USA getestet werden. 

Digitale Arbeit

ChatGPT setzt sich gerne über Anweisungen hinweg
Im Rahmen seines Reporting-Frameworks hat OpenAI sechs neue Fälle von Fehlverhalten seines Chatbots gemeldet – vom eigenmächtigen Eintragen von Jailbreak-Anweisungen in den Ergebnissen bis hin zum bewussten Fingieren von Quellen. 

Wie Wissenskreisläufe Know-how im Unternehmen erhalten
Während Rohstoffe zunehmend in Kreisläufen geführt werden, wird Wissen meist noch linear verbraucht. Es wird aufgebaut, jahrelang angewendet und es verschwindet beim Ausscheiden einer Fachkraft. Produzierende Unternehmen brauchen neben Material- und Energiekreisläufen auch Wissenskreisläufe.

Zu guter Letzt …

Wenn 68 Monatsgehälter als Bonus nicht genug sind
Die hohen Preise für Speicherchips aufgrund der KI-bedingten starken Nachfrage lassen Hersteller wie Micron derzeit in Geld schwimmen. Das Unternehmen hat seinen Angestellten einen Bonus von bis zu 68 Monatsgehälter angeboten, doch sie lehnten ab. Ihrer Ansicht nach wären 83 Monatsgehälter sowie die Zusicherung, dass künftig 15 Prozent des Betriebsgewinns an die Beschäftigten gehen, ein adäquateres Angebot.

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